Übersichtskarte

Sonntag, 18.12.2016

Der Kreis schließt sich...

... wortwörtlich! Ich wusste, dass mir nicht mehr viele Tage in Australien blieben! Trotz Vorfreude darauf meine Familie und Freunde wiederzusehen, machte sich doch etwas Wehmut in mir breit, als ich mitten in der Nacht aus dem.Greyhound stieg. Die Haltestelle war praktisch direkt an der großen Lagune von Cairns - dem Freibad der Stadt ;) 

es war mir, als wäre ich noch vor ein paar Tagen hier gewesen... das Meer, die Promenade, die Straßen und das Einkaufszentrum gegenüber vom Cairns YHA Hostel... alles kam mir sofort bekannt vor! Da ich ja meine Letzten Nächte im YHA verbrachte wusste ich wo ich hin muss - vorbei am Maccas und am Gilligans Hostel (sofort kamen die Erinnerungen daran wieder hoch...)! Im Hostel hatte sich erwartungsgemäß nicht viel verändert... jetzt kurz vor Weihnachten.war es.in der tropischen Gegend hier sehr heiß und täglich gab es einen dicken Regenguss ;) 

Ich wollte die verbleibende Zeit noch vollends auskosten und hab hier fast jeden Tag etwas unternommen ;)

am 13.12. musste ich zur Bank um mein Konto zu schließen, was "gewisse" Zeit in Anspruch nahm ;) aber den ganzen Tag über hingen meine Gedanken schon am nächsten Tag...

früh morgens gegen 5 Uhr wurde ich am Hostel abgeholt... einigermaßen gestärkt, mit flauem Magen, führte mich der DayTrip heute nach Mission Beach zurück... "heute werde ich mich aus 4200m aus dem Flugzeug in die Tiefe stürzen!" Richtig! Ich ging Fallschirmspringen... ich war in einer der ersten Gruppen, was eigentlich ganz gut war. So konnte ich mich nicht zu lange verrückt machen... relativ zügig bekam ich von meinem Tandemspringer Leon mein Geschirr, mit dem.ich hinterher an ihn und am.Fallschirm gekoppelt war... er erkläre mir kurz, welche Positionen ich während welcher Phase des Fluges einnehmen soll... und dann ging mir der Ar*** richtig auf Grundeis, als ich im Bus zum Flugplatz saß... ich meine, die jenigen, die mich kennen, wissen dass ich echt kein Fan von Höje bin... es.sei dennn ich sitze in einem.Passagierflugzeug... und es hat mih echt Überwindung gekostet den Sprung überhaupt zu buchen... 

Auf dem Flugplatz stand da eine kleine Propellermaschine... wo ich mich gefragt han, wie da 9 Tandems reinpassen sollen...

ich hatte noch nicht zu Ende gedacht, da saß ich auch schon im Flugzeug... entgegen der Flugrichtung saßen wir alle hintereinander... Leon gab mir zu verstehen dass wir als Zweites springen würden... es war wie ein Gewitter in meinem Hirn... Flüche schossen mir durch den Kopf und ich fragte mich die ganze Zeit warum ich so bescheuert bin, und sowas mache... ich wurde echt hibbelig und übel wurd mir auch... auf Wolkenniveau fragte ich Leon ob wir langsam.unsere Sprunghöhe erreicht hätten... er? Er lachte nur und meinte wir wären noch nichtmal bei der Hälfte... ab diesem.Kommentar war es bei mir vorbei! in mir spielte alles verrückt! Alles in mir wollte den Sprung abbrechen! Wirklich!

Und.dann haben die das kleine Rolltor aufgemacht, hinter dem.ich die ganze Zeit gesessen habe und der Wind peitschte mir ins Gesicht! Und auf einmal war das Tandem, das die ganze Zeit vor mir saß, WEG!!! Ich hatte das überhaupt nicht mitbekommen! 

und dann.waren wir dran... ich glaube ich war in meinem ganzen Leben noch nie so panisch wie zu dem Zeitpunkt, als wir auf der Kante des Fliegers saßen ... bzw. ixh ja schon in der Luft hing... ich hatte echt das Gefühl von Todesangst!

Leon wippte zweimal nach hinten und kippte dann nach vorne... und plötzlich war der Flieger weg, die Schwerkraft aufgehoben... die ersten paar Sekunden trudelten wir durxch die Luft... als wir dann in der richtigen Feifallposition waren und auch die Geschwindigkeit erreixht hatten, war es wie der Drogenrausch meines Lebens....so viel Adrenalin in mir! Es war, als.könnte ich fliegen... ich konnte die Erdkrümmung sehen, bin durch eine Wolke geflogen und.hatte einen herrlichen Blick auf das Barrier Reef... es war absolut überwältigend! Als dann der Schirm aufging kam.die Riesenfreude und der absolute Stolz auf mich... trotz meiner Angst diesen.Fallschirmsprung gemacht zu haben... ich hatte das Gefühl als.hätte.ich mich in der Luft zu einem.Honigkuchenpferd berwandelt ;)) Absolut grandios... auf dem Weg zurück nsch Cairns fiel die ganze Anspannung dann von mir ab ;) Es war ein großartiges Once-in-a-liftime-Erlebnis, was ich mein Leben lang nicht vergessen werde :D

Ich war platt wie eine Flunder, als ich in meinem.Bett lang...

Donnerstag und Freitag war ganz im Sinne des Abschiedes....

Am Donnerstag musste ich nochmal zur Bank... und danch war ich im Supermarkt weil.ich mir ein paar TimTams mit nach Hause nehmen wollte... bei Coles angekommen waren die auch noch im Sonderangebot, sodass ich kurzerhand entschied, alles was nicht mehr wichtig für die Rückreise war, wegzuwerfen oder zu verschenken und den Platz mit australischen Leckereien zu füllen ;) gesagt. getan. 

am.Donnerstagabend hab ich mich nochmal mit Elli getroffen, die auch gerade in Cairns angekommen war... wir hatten uns so viel zu erzählen, es.war ein toller Abend... und wir schworen uns einander zu besuchen, wenn sir beide sieder in Europa wären ;) das werde ich auf jeden Fall tun ;)

ein kleines Highlight gab es für mich noch... am allerletzten Tag - Samstag vor Weihnachten -hab ich nochmal.einen extrem water raftig, der gleiche wie der den ich bereits im Juni gemacht hatte, gemacht... der Trip war nochmal um einiges besser als der erste...

Nach der Rückkehr im.Hostel, hab ich noch schnell den Airport Transfer für den nächsten Morgen gebucht und kurz geduscht und hab veschlossen meinen letzten Abend ganz für mich an der Promemade ausklingen zu lassen... also hab ich mir noch einw Pizza gekauft und saß dann dort, etwas abseits... bei sternklarer Nacht lag das Meer vor mir... und wie.Flashbacks lies ich meine ganze Reise, von der ich sooo lange geträumt hatte, revue passieren... so viel lag hinter mir... so viele Erfahrungen die ich machen durfte ... Erunnerungen, die mich mein Leben lang begleiten werden...

Montag, 12.12.2016

REUNION

Meine Reise ging mit dem Bus weiter nach Townsville... auf dem Weg dorthin habe ich u.a. Caitlyn und Maria, mit denen ich auch zusammen auf den Whitsundays war, wiedergetroffen... wir habenin Townsville direkt die nächste Fähre rüber nach MagneticIsland genommen... bei ganz diesigem Wetter sind wir dort angekommen, was uns echt die Laune verhagelt hat... wir haben uns einen Tag später ein 4 Wheel Car mit 2 anderen Backpackerinnen zusammen gemietet und haben die Insel erkundet... man sah gaaaanz viele Felsen und eine alten Militärstützpunkt am höchsten Punkt der Insel... eigentlich haben wir dafür nur einen halben Tag gebraucht... den restlichen Tag haben wir im Hostel gechillt und sind abends nochmal losgefahren, zum südlichsten Punkt der Insel, um uns den Sonnenungerganganzuschauen! Das war nochmal ein echtychöner Moment :)

Am nächsten Morgen sagte uns der Typ an der Rezeption, dass wohl ein großer Sturm gemeldet sei... keine Stunde später war es sinnflutartig am schütten, mit Gewitter und mega krassem Wind... ich habe von anderen Backpackern erfahren, dass der Sturm wohl noch bis zum übernöchsten Tag andauern sollte, sodass ich mich kurzerhand entschied, den nächsten Tag schon abzureisen und meine letzte Tour nach Cairns anzutreten... ich hatte zwar einen Voucher für 3 Nächt, aber das war mir dann wurscht! Ich wollte in den letzten Tagen noch so viel cooles wie möglich erleben! Also fuhr ich am nächsten Morgen mit der zweiten Fähre zurück ans Festland nachTownsville! Die überfahrt war wie erwartet abenteuerreich, mit sehr starkem Wellengang ;)

Und dann begann meine letzte 9 stündige Busetappe von Townsville aus nach Cairns!

 

Freitag, 09.12.2016

10 Tage bleiben...

Der Trip durch die Whitsunday Islands war der Wahnsinn! Die Natur... so unberührt! Grüne Hügel ragen aus dem türkisblauen Meer! Der WhithavenBeach auf der Hauptinselder Inselgruppe am südlichen Endedes Great Barrier Reefs war eines meiner absoluten Highlights während meiner Reise durch Oz... Warum? Weil man erstmal eine ganze Weile über die Insel laufen muss, wobei man das Gefühl bekommt auf einer tropischen Insel gestrandet zu sein...und irgendwann enden die Baumreihen und man sieht ein Meer aus weißem Sand vor sich! Der Sand war so weiß und sooo fein, dass er wie Mehl an den Füßen klebt und beim Laufen sogar Geräusche macht! Dann steht man da an einem der definitiv schönsten Fleckender Erde und sieht vor sich das Bild eines Paradises...genau so wie ich es mir immer vorgestellt habe! Weißer Sandstrand,der in helltürkises Meerwasser mündet! Ein wunderschönes Panorama!

Um uns die Zeit zu vertreiben, waren wir auch jeden Tag mehrmals schnorcheln... ich konnte soo viele bunte Fische sehen... und Stachelrochen... und riesige Meeresschildkröten! Und Clownfische... kleine Nemofische :)

Und dann am letzten Tag liege ich etwas abseits der Gruppe ganz vorn am Schiff und schau mir die Sterne an - den Orion... das Southern Cross...- und mir wird schlagartig bewusst, dass ich 10 Tage später die Heimreise antrete! Ich bekam Flashbacks von den 6 Monaten die ich auf der anderen Seite der Erde verbracht hatte, die bisher besten 6 Monate meines Lebens! Ich seh mich wieder völlig übermüdet in Sydney am Airport mit dieser Ungewissheit und großen Vorfreude auf alles was da kommt stehen... meine erste Wildlife Begegnung mit Josi... Schnorcheln am GreatBarrierReef... dieser unglaubliche Ausblick über die Atherton Tablelands... meine erste Begegnung mit Lucy, Flinders, Hugh und Trin... all die verrückten Dinge die ich mit ihnen zusammen erleben durfte... unser Trip auf die Farm von LucysEltern... Muna und Trin als Cowgirls unterwegs... der mit echt schwergefallene Abschied von Ihnen... das erste mal das Gefühl von Freiheit gespürt in den unendlichen Weiten des Outbacks... Tassie... die Great Ocean Road... und dann meinen Trip die East Coast hoch, bei dem ich unglaubliche Menschen kennenlernen durfte... und nun bin ich schon in Airlie Beach angekommen... die vorletzte Station meiner Reise! Unglaublich!

Mittwoch, 07.12.2016

I am sailing, home again 'cross the sea...

Nachdem ich 1770 ja einen Tag früher verlassen hatte, hab ich den Nachtbus am Sonntag genommen... 10 Stunden lang die Küste entlang nach Norden Richtung Airlie Beach!

Schon als wir durch Airlie bis zur Greyhound - Haltestelle gefahren sind, wusste ich dass meine Entscheidung goldrichtig gewesen ist! :) Airlie Beach ist ein richtig schöner, gemütlicher Ort... man merkt recht schnell, dass dieser Ort vom "Whitsundays-Tourismus" lebt, aber das bricht auch keinen Zacken aus der Krone! :) es gibt halt relativ viele TravelShops und ein paar Souvenirläden... was ich im Vergleich zu 1770 auch wieder zur Verfügung hatte, war ein Supermarkt :)) sehr praktisch... und eine Filiale der beliebtesten Fastfoodkette für Backpacker: Nein! Nicht Maccas... Domino's Pizza :D

An sich ist Airlie relativ klein, hat eine Hauptstraße in der man die ganzen Shops und Hostels findet... die Straßen drumherum sind gesäumt von Hotels... auf ser anderen Straßenseite meines Hostels war ein großer Park mit ein paar Bäumen und Palmen... zu meiner Rechten gab es noch einen kleinen Strand, wo mir aber sofort das große Schild aufgefallen ist, dass vor Quallen warnt! Also kein Schwimmen im Meer :/ Aber was das total entschädigt, ist die Lagune, die hier künstlich angelegt wurde und ein bisschen das Meer imitiert... mit Sand und Liegewiesen gesäumt! Auf der anderen Seite der Wiesen war direkt die Küste... das Meerwasser hier ist extrem klar und hat eine sehr türkise Farbe... auf dem Wasser sind viele kleine Segelboote verankert... Insgesamt ist Airlie total malerisch! :)) ich mag diesen Ort sehr! :*

Ich bin ja schon um halb acht morgens in dem Ort angekommen und konnte dementsprechend noch nicht im Hostel einchecken und hab' somit kurzerhand meinen halben Tag schlafend unter einer Palme am Strand verbracht :D 

Am frühen Nachmittag habe ich dann im Nomads Hostel (sorry! Schleichwerbung! ^^) eingecheckt und bin direkt durch ins Zimmer! Ab da fingen die Zufälle an: Türe hinter mir geschlossen und hab mich gerade tierisch gefreut ein vernünftigen 8-Share-Dorm erwischt und ein richtig gutes Bett zu zu haben, da höre ich wie hintermir jemand erstaunt sagt: "Ne! Das ist jetzt nicht wahr oder?" Da stand Niklas vor mir, den ich zwei Tage zubor in 1770 kennengelernt habe hnd wir eine echt gute Zeit zusammen hatten ;) das war Coincidence Nr.1! ;) da ich den ganzen Tag noch nichts gegessen habe, bin ich schnell nach Woolies gelaufen! Und wen treffe ich dort? Daniel aus England, ein Roomie von mir in 1770 :) mega witzig! Aber das war ja noch nicht alles! ;) ich kam wieder zurück in mein Zimmer und hab' die Einkäufe abgelegt, kommt Ellie - Travelmate von Fraser Island - gerade aus dem Badezimmer!!! Ich habe mich sooo mega gefreut sie wieder zu sehen! Und sie umgekehrt auch :D das war echt cool! Wir haben dann auch direkt weitere Pläne geschmiedet und den kompletten nächstem Tag zusammen verbracht - hauptsächlich mit chillen und schwimmen an und in der Lagoone von Airlie -! Und wir werden uns nächste Woche in Cairns wiedertreffen - ich freue mich schon sehr darauf! :) 

So Ellie und ich sind gerade auf dem Weg zum marina... gleich startet meine Tour auf eine der schönsten Inseln der Welt: die Whitsunday Islands! :) I am so excited! :D

P.s.: Fotos folgen... bei gutem Internetempfang! :)) ;)

Sonntag, 04.12.2016

1770 ... Sandkörner?

Jetzt bin ich hier ... gestrandet!

Viel besser kann man es eigentlich nicht beschrieben! Als ich gestern Abend aus dem Bus gestiegen bin sah ich... nix! Außer viel Natur und einer Tankstelle! :( Das Hostel ist auch noch 10 Autominuten von dem NIX entfernt... :/ Das Hostel ist sehr chillig, aber... ich habe auch seit gestern Abend nicht mehr, als 20 Backpacker hier gesehen... Und es ist typisch Nomads: Nicht wirklich sauber, besch******* Betten, aber mit besonderem Flair! Das Bett - wenn man es so nennen kann - hat für mich gestern echt den Vogel abgeschossen: Typisches IKEA Stockbett, das extrem wackelig ist! Als ich dann aber gestern nach oben klettern wollte, hab ich die Blende, die mich ab runterfallen hindern soll, fast abgebrochen! Ich konnte mich auch nicht wirklich bewegen, weil ich echt Angst hatte, dass das Bett gleich zusammen klappt! Die Matratze war nicht wirklich eine Matratze, eigentlich lag ich direkt auf dem Drahtrost von dem Stockbett und das Kissen - die haben bestimmt damals aus einem Kissen Zwei gemacht ;) - ! Ich meine, ich hab ja in den Hostels schon in mehreren Hostels geschlafen, aber das hier?! ... heute Morgen bin ich dann auch mit Nackenschmerzen aufgewacht... :((

Ich hab mich noch im Bett entschieden, schon einen Tag früher, nämlich HEUTE noch weiter nach Airlie Beach zu fahren! Da ich aber noch einige Stunden um bekommen muss, war ich heute Morgen Surfen - mein ein paar anderen ! Wir sind von der Surfschule durch den "Ort" zum Strand gelaufen... Agens Water/1770 ist wirklich extrem unspektakulär und uninteressant... was meinen Entschluss nur bestätigt hat!

Das nächste Mal hört ihr also von mir aus Airlie Beach!

Cheers guys laughing

Freitag, 02.12.2016

So viel Sand!!

Fraser Island! Die jenigen, die schon einmal in Australien waren, wissen genau was ich meine... laughing Es war M E G A!

Drei Tage lang war ich auf der größten Sandinsel der Welt! Auf diese Tour habe ich mich schon wochenlang - eigentlich schon seit ich im Juni bei UltimateOz im Büro saß und den Trip gebucht habe - gefreut, denn bei dieser Tour dürfen wir Backpacker selbst hinters Steuer! laughing  Gerade bei diesem Trip hat sich das jahrelange Warten auf meine Australienreise gelohnt, weil man 21 Jahre alt sein muss, um fahren zu dürfen! :D 

Schon am Tag vorher habe ich ein paar Leute kennengelernt, die mit nach Fraser fahren würden! Insgesamt waren wir 34 Traveller! Dienstags - früh morgens - haben wir alle hier in Noosa ausgecheckt, Gepäck eingeschlossen und sind dann mit dem Bus nach Rainbow Beach gefahren und da standen sie schon unsere vier "4x4 Toyotas" :D! Whaaa!

Weiße Geländewagen mit 8 Sitzen, ausgestattet mit Vorderrad- und Allradantrieb, Funkgerät, genug Wasser - falls man in der Pampa liegen bleiben würde ;D - ... hat das übliche, was man für solch eine Tour braucht! 

Kev :D

Ich wurde Car 2 zugeteilt, wir waren also direkt hinter Kevin's lead vehicle das zweite Auto in der Kolonne. Kev war unser guid - eine richtig coole Socke! Auch in meinem Auto waren echt super Leute: Khara - gebürtige Südafrikanerin, lebt aber jetzt in England -, Clara - kommt aus Barcelona und Fraser ist ihr letzter Trip in Australien -, Elli - aus Yorkshire / GB -, Helen - aus GB -, Ben & Laura - aus... GB :D -, Camille - aus Frankreich -, Nina - aus der südlichen Schweiz - und Nina und ich - aus Deutschland! Also ein internationales, europäisches Auto! :D Echt super Leute!

Ich hatte echt richtig Glück, denn wir waren nur 3 Fahrer - Ben, Camille und ich -  in unserem Auto und würden dementsprechend viel fahren dürfen, denn in den anderen Autos waren ausschließlich Fahrer! Hehe!! :D

Ich durfte auch direkt als Erste ran! Jippie! Das war das erste Mal für mich hinter dem Steuer es SOLCHEN Autos zu sitzen! Aber ich war so voller Euphorie! 

Auto beladen, alle auf ihre Plätze, angeschnallt, Musik an, Blinker gesetzt und dann ging's los!! Die ersten km fuhren wir erstmal durch Rainbow Beach und bogen dann irgendwann auf die Zubringerstraße zur Fähre nach Fraser Island ein! Ab da war es schon nur noch ein Sand-Kieselstein-Untergrund und es wurd' schon etwas ruckelig! Aber auf den letzten Paar Metern kam dann der richtige, unbefestigte Sand - ca. 20 cm tief - und das Auto wurd' ordentlich durchgeschüttelt! Man kann sich das unegfähr so vorstellen, als würde man im Winter über eine Eisfläche fahren - man lenkt nach rechts, aber das Auto reagiert nicht sofort, das Auto schlingert die ganze Zeit und die Hinterräder brechen regelmäßig aus! Man darf nicht zu heftig lenken oder zu stark bremsen, weil sich das Auto dann sofort überschlägt! Ich hatte den Spaß meines Lebens!! :D Meine erste Herausforderung war es, das schlingernde Auto geradewegs auf die Fähre zu bekommen, aber auch das hat natürlich geklappt!

Von der Fähre runter ging es dann Kilometer lang den Beach Highway entlang! Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, aber ich hatte unglaublich viel Spaß am Autofahren! Und Papa (!), als wir bei unserer Unterkunft angekommen waren, habe ich von mehreren Leuten Komplimente für meinen Fahrstil bekommen (kann das vielleicht auch jemand an meine Oma weiterleiten laughing! Sorry! Insider!) und wurde gefragt, ob ich schon öfter 4-Wheel gefahren wäre! Das hat mich natürlich sehr gefreut! :)

Unser Ziel für den ersten Tag war der Lake McKenzie - ein See, der ausschließlich aus Regenwasser besteht und keine Zuflüsse o.ä. hat - im Inneren der Insel! Die Strecke dorthin war noch VIEL besser! Da ging es durch Dünen, durch Schlaglöcher, durch kleine Flüsse - wo man auch mal bis über die Räder im Wasser stecke und dann richtig Gas geben musste, um nicht mittendrin stecken zu bleiben - ... "querinselein"! Ich hab' auch mein erstes Dingo-Baby gesehen! So knuffig! 

Am See angekommen... wir waren echt überwältigt! So klares, blaues Wasser hab ich in meinem Leben noch nicht gesehen! Es war einfach soo blau! Unbeschrieblich! Und es war angenehm warmes Süßwasser! Es war, als würde ich in einer Badewanne liegen :D unbelievable! Man kann es durch die Fotos echt nur erahnen! Ihr müsst einfach selbst mal herkommen und es euch anschauen!

  mit Ellie (li.) und Clara

 Zurück im Camp in Eurong angekommen sind fast alle direkt nach dem Dinner schlafen gegangen. Ich bin mit meinen Roomies aus Car 2 noch zum angrenzenden Strand gegangen und haben da noch etwas gechillt! Es war stockduster, man hat wirklich keinerlei Licht in der Nähe gesehen außer drei Leuchttürme in weiter Ferne! Da Neumond war, könnt ihr euch vorstellen, was sich uns für ein Himmel bot! Ich sah einen klareren Sternenhimmel, als im Outback! It was amazing!! :D

Nächsten Morgen war unser erstes Ziel die Champagne Pools im Norden der Insel! Ben - am Steuer - musste die ganze Zeit durch den tiefen, trockenen Sand fahren, weil wir high tide, also "Flut" hatten. Es war extrem ruckelig, aber es hat ja so einen Spaß gemacht! ;) Irgendwann mussten wir dann aber durch den Eli Creek - praktisch ein Bach, der ins Meer mündet (komme ich später noch zu :D) -, der an dem Morgen SEHR viel Wasser geführt hat! Es sah ungefähr so aus, wie wenn es zu Hause zu viel regnet und die Fahrbahn überspült werden! Die Straße war einfach mal auf die Nächsten 30 Meter unterbrochen! Auf der anderen Seite warteten bereits zig Autos, weil sich keiner getraut hat, zu probieren, durch den Creek zu fahren! Dann kam Kevin. Kevin kratzte das nicht! Er hat's probiert, verschiedene Wege ausprobiert, war teilweise bis an die Fenster im Wasser, ist aber nicht stecken geblieben! ;) Aber da es scheinbar zu kritisch für unsere Fahrer war, ist er zu Fuß wieder zurück gewattet und hat jedes einzelne Fahrzeug selbst durch den Creek gefahren! Und die Fahrer (armer Ben ;D) mussten zu Fuß hinterher laufen ;) Das war auf jeden Fall ein Highlight! ;) Weiter ging es den restlichen Beach HWY bis zum nördlichen Ende. Von dort aus noch ein kleines Stück laufen, dann waren wir da...

eigentlich sind die Champagne Pools normale, natürlich geformte Rockpools, heißen aber so, weil wenn das Wasser über die Felsen schwappt, würde das aussehen, wie Chamgner! Das Wasser war auf jeden Fall angenehm warm, und ich konnte viele Fische unter Wasser sehen :D

weiter ging's nach Indian Head - keine 10 Minuten von den Pools entfernt -, das damals von Captian Cook so benannt worden ist. Eigentlich ist da nur eine sehr hohe Klippe - ca. 100 Meter hoch -, von der man aus einen Blick über den East Beach hat! Mega schöne Aussicht!

Nächster Stopp war das bekannte Maheno Shipwreck! Ein Schiff, dass 1908 und für Reisen die australische Ostküste entlang gebaut wurde, dann irgendwann aussortiert wurde und an Japan verkauft wurde; die Knallköppe aber die Schiffsschraube zuvor abmoniert hatten und erst unterwegs nach Japan zurück gemerkt haben, dass die eigenen Schiffe zu schwach sind, um die MS Maheno den ganzen Weg zu schleppen. Deswegen ist es irgendwie auf Fraser gestrandet und sieht heute so aus:

Fun Fakt: Die MS Maheno war zu ihrer Zeit das zweitstärkste bzw. zweitschnellste Schiff, nur ein Schiff hat das getoppt: Die MS Titanic :D

meanwhile in car 2

Letzter Stopp an Tag 2 war mein persönliches Highlight neben dem Lake McKenzie: Der Eli Creek, wo wir ja am Morgen bereits durch gefahren sind :D

Der Eli Creek ist relativ selten in seiner Art, denn er ist ein reiner Süßwasser-Creek! Man kann das Wasser oben im Creek auch trinken - schmeckt super... nach Wasser halt ;) Er hat aber eine gewisse Neigung und dementsprechend auch eine leichte Strömung! Man legt sich also am Kopf des Creeks ins Wasser und lässt sich bis zur Mündug in die See mit der Strömung treiben! Das hat so viel Spaß gemacht! Ich habe das mit meinen Roomies immer wieder gemacht - wir hatten den Spaß des Lebens ;)

Noch ein bisschen am beach gechillt und schon ging es wieder zurück ins Camp, dieses Mal mit Camille am Steuer, die mehr damit beschäftigt war gute Selfies hinzubekommen, als das Auto wirklich zu fahren und deswegen zwei Mal kurz davor war unser Car2 zu schrotten D: grrr... das war auch das letzte Mal, dass sie fahren durfte! 

Tag 3 war relativ unspektakulär! Wir haben nur den Lake Wabby besucht! Einen See, wo man erstmal bekloppte 2,5km über Sanddünenen wandern musste :(( Wir waren fast eine Stunde unterwegs! Und dann am Fuße einer großen Sanddüne lag dann ein grüner See, mit Tonnen von Fischen drin! Ok, schwimmen wird heut' wohl nix ;) Füße reinhalten: ja! :D Ich saß da ne ganze Zeit und dachte mir irgendwann, da schwimmt doch die ganze Zeit was an meinen Füßen rum?! Das waren die kleinen Fische, die einige vielleicht aus dem Fish Spa kennen, die tote Haut von allen Körperteilen im Wasser abknabbern! (Kirsten? Lena? Svenja?) Ich hab' übrigens auch voll den Lachanfall dabei bekommen ;) Der ganze See war voll mit denen! ;)) Tat meinen Backpackerfüßen vielleicht auch mal ganz gut ;)) :P Hehe ;)

 

Und dann haben wir die "Heimreise" mit der Muna am Steuer angetreten! ;) ich bin nochmal ein ganzes Stück über den Strand gefahren bis hin zur Fähre :D und zurück zur Basis! Da wir aber low tide hatten, was das - für meine Verhältnisse - was Adventure-Feeling angeht, relativ unspektakulär! :) 

Fraser Island war definitv mein 2. Highlight meiner Reise! Aber an das Outback kommt nix ran ;)

Cheers guys! See u in 2 weeks in back old Germany :D

 

P.s.: Mein Internet ist gerade wieder abgeschmiert, bei dem Versuch mehrere Fotos hochzuladen... ;)

Mittwoch, 23.11.2016

Gold Coast

Ein kleiner Abstecher an die Goldküste Australiens!

Surfers Paradise ist nur ein kleiner Ort an der großen Gold Coast! Ich hatte das aller-allerbeste Hostel dort (Bunk Hostel), das mich - glaube ich - etwas geblendet hat, was den Ort anging! Denn Surfers Paradise ist eigentlich nicht wirklich beliebt bei den meisten Backpackern! Ich fand es im Nachhinein eientlich ganz cool! :) Mein Hostel war nur 5 Gehminuten vom nächsten Supermarkt und von Hauptstrand entfernt, was natürlich mega cool war - Luxus für Backpacker - und lag direkt an der großen Hauptstraße von Surfers! Gesämt von riesigen Hotelkomplexen, wo die Leute wohnen, die wirklich viel Geld haben! ;) Das Gegenteil eines Backpackers! Und ich muss sagen, dass ich nicht wirklich viel gesehen habe... außer den Strand und den Boulevard, mit seinen kleinen Shops und Tavernen ;) Eigentlich habe ich den ganzen Tag über nur am Strand gechillt :D muss auch mal sein :D

Weiter geht es für mich nach Brisbane ;)

P.s.: Was man übrigens auch schnell lernt, dass man sich echt glücklich schätzen kann, wenn man hier an der Ostküste guten Internetempfang hat! Deswegen kann ich nur wenige bis gar keine Fotos hochladen! :/

Dienstag, 22.11.2016

Regenbogenfarben

Der letzte Teil meiner Reise hier in Oz startet! Von Sydney aus geht es knapp 13 Stunden mit dem Greyhound nach Byron Bay, einer relativ bekannten Hippie-Kommune, die Ostküste hoch. Byron ist der erste Stopp auf meiner Route bis nach Cairns - back to the routes! ;) 

Vorgestern Morgen bin ich von Hobart zurück nach Sydney geflogen. Es war ein echt merkwürdiges Gefühl, zu wissen, dass man Sydney - die Stadt , in der man ein Drittel Jahr gelebt hat - für wahrscheinlich lange Zeit das letzte Mal sehen wird! Das hat mich auch irgendwie traurig gemacht... Nachdem ich mein Backpack irgendwie untergebracht hatte, bin ich nochmal durch die Stadt gelaufen... durch die Market Hall inkl. Paddy's Market, weiter die George Street zur Town Hall entlang, von dort aus mit der Bahn nach Wynjard gefahren, dann zu Fuß zum Circular Quay gelaufen - dem Hafen lebewohl gesagt - nochmal auf der Bank dort gesessen - die irgendwie zu meinem Lieblingsplatz geworden war - und dann zurück zur Central Station gelaufen, wo mein Bus Richtung Byron Bay abfahren würde! Melancholisch und in Abschiedsstimmung bin ich dann eingestiegen - das war das erste Mal, dass mir richtig bewusst geworden ist, dass ich in vier Wochen dieses unglaublich tolle Land verlassen werde und es für längere Zeit nicht wieder sehen werde! Aber Zeit richtig traurig zu werden hatte ich gar nicht, weil ich ein echt nettes Mädel - Maja aus Wuppertal - an der Bushaltestelle kennengelernt habe! Sie fährt zwar nur bis Port Macquarie - steigt also auf der Hälfte meiner Strecke aus -, aber wir haben uns über Stunden echt super unterhalten und so verging die Zeit auch viel schneller! ;D

Am nächsten Morgen kam ich dann in Byron an! Ich stand an der Haltestelle, wie ein Packesel, und hab' wie üblich Google Maps nach dem Weg zum Hostel gefragt und war eine viertel Stunde später in der Artsfactory angekommen - wie mir hinterher klar wurde über eine äußerst beknackte Route -, mitten im Hippieflair! Ohne Vorurteile, aber ich habe ganz viele Rasta-Menschen und - wie Paul Panzer sagen würde - "Jute-Menschen" getroffen! Alle super nett und total chillig, aber ich wusste sofort, wo ich war ;) Alles kunterbunt, das war ja voll mein Ding ;) Mit Pool direkt vor dem Zimmer! Die Artsfactory war auf dem zweiten Blick echt ein Glücksgriff und es hat mir super dort gefallen, kann ich nur empfehlen! :)

Heute habe ich einen Trip raus aufs Meer gemacht, genauer gesagt hab ich "Go Sea Kajak" gemacht. Wir sind also in 2er Kajaks raus aufs Meer gepaddelt, was an sich schon ein mittelgroßes Abenteuer ist, weil dieser Strand ein eigentlicher Surfstrand ist, die Wellen auch das dementsprechende Format haben! Ich - Ich habe vorn im Kajak gesessen - war auf jeden Fall zappelnass, nachdem wir durch die ersten Wellen durchwaren! Kleiner Erfolg: Amy und ich waren zu dem Zeitpunkt noch nicht gekentert, was schon ein kleiner Erfolg war ;) Draußen auf dem Meer - in Byron's Bay - haben wir dann Sea Turtels und eine ganze Delfin - Familie gesehen, ein Babydelfin ist sogar direkt neben mir aufgetaucht und ist aus dem Wasser gesprungen! Whaa! Ein Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen!! Das war soooo cool! Auf dem Weg zurück zum Strand, war der Plan, mit dem Kajak an den Strand zu "surfen"... als Amy und ich nach mehreren bescheidenen Wellen dann eine viel zu große Welle erwischt hat, die genau auf unserem Boot gebrochen ist... war einml Waschmaschine angesagt ;) Aber Spa gemacht hat es allemal! Das war echt ein super Erlebnis!! 

Morgen früh geht es weiter an die Gold Coast nach Surfers Paradise!!! 

P.s.: Fotos folgen sobald ich besseren Internetempfang habe! So ist das leider in "rural Australia" ... :D

Freitag, 18.11.2016

Warum "Weinglas-Bucht"? - Tasmanien Teil 3

Mein letzter ganzer Tag im schönen Tasmanien, bevor der letzte Teil meiner Reise beginnt...

Der Weg führt mich heute an Tassie's Ostküste in den Freycient Nationalpark, der brühmt für seine schönen Buchten ist! Wenn man von Hobart aus reist, dauert es verhältnismäßig lange - 3,5 Stunden - bis man dort ist, wo man hin möchte. In unserem Fall war es der Lookout, von dem man auf das Wineglass Bay - der wohl bekanntesten Bucht Tasmanien's bzw. Australien's - schauen konnte. Vorbei an Coles Bay hieß es dann wieder mal einen großen Hügel hochkraxeln! Anstrengend war es, aber die Aussicht, die man oben hatte hat sich echt gelohnt! Da steht man ein paar hundert Meter über NN und sieht diese wunderschöne, perfekt geformet, türkisblaue Bucht vor sich! Der erste Moment ist einfach nur... WOW!!!

 

Weil es halt so WOW ist, tummeln sich natürlich auch dementsprechend viele Touristen dort herum! Unter anderem habe ich auch ein Ehepaar aus der Nähe von Hamburg getroffen, die in Tasmanien Urlaub machen! Es ist immerwieder lustig die Gesichter von deutschen Nicht-Backpacker-Touristen zu sehen, wenn man ihnen auf Deutsch Hilfe anbietet :D !

Nachdem wir uns das Wineglass Bay ausgiebig beschaut und ca. 1 000 000 Fotos gemacht hatten - ich gebe zur Notiz, dass ich mit 7 Travellern aus Hong Kong unterwegs war! - sind wir weiter gelaufen zum Honeymoon Bay, das deutlich kleiner, aber nicht weniger schön war. Übrigens ist nicht bekannt, warum die beiden Buchten so heißen, wie sie heißen...

Eigentlich haben wir den ganzen Tag nur an verschieden Buchten gechillt! Und damit der Rückweg nicht so lang ist, haben wir auf halber Strecke auf Kate's Berryfarm" gehalten! Die bauen alle verscheidenen Beeren an und produzieren dann Marmalade, Schokolade und Eis!!! OMG!!! Ich habe Blueberry-Eis probiert! Das war... eine Geschmacksexplosion :D ... das war so unglaublich lecker!!!

Und nun ist mein Tasmanien-Abenteuer schon wieder vorbei! Weiter geht's für mich morgen früh zurück nach Sydney und dann über Nacht mit dem Greyhound-Bus nach Byron Bay...

Donnerstag, 17.11.2016

Hoch hinaus und tief hinein... - Tasmanien Teil 2

Tasmanien erinnert mich echt an zu Hause - das Sauerland von Australien

Tag 2 in Tasmanien:

Heute auf dem Plan steht der Tahune Forest Airwalk und die Hastings Springs + Cave!

Wieder relativ früh fuhren wir von Hobart aus los! Der Tahune Forest liegt im Huon Valley am gleichnamigen Fluss! 

Airwalk... beinhaltet u.a. Wege in luftiger Höhe! Genau mein Ding *hust*! ;) Aber wer Fallschrmspringen will muss auch 50 m über dem Boden laufen können! "Herausforderungen annehmen"! ;)

Der Tahune Forest ähnelt dem Mt. Field NP etwas, nur dass er weniger dicht und weit hügliger ist! Aber die Bäume sind teilweise genauso hoch! Der Airwalk befindet sich meistens zwischen 30 und 50 Metern über dem Boden, also nicht so ganz ohne ;) Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und es hat auch Spaß gemacht! Und es war echt interessant und sehr beeindruckend so etwas mal von oben zu sehen! Richtig spannend wurde es dann an der letzten Aussichtsplattform, die nur an zwei Stahlseilen über 50m über dem Wald und teilweise über dem Huon River "hängt"! YOLO! Also bin ich los - das ganze Ding hat so geschwankt! Oben! Unten! Links! Rechts! Whaa!-! Die Aussicht war echt cool, aber so ganz wohl war mir da nicht :S!

50m schwankend über dem Boden...

Es war echt richtig schön da! Nach dem Airwalk hab' ich noch einen "Swinging Bridge Walk" gemacht - also 1,5h durch den Wald wandern und zwei Flüsse überqueren! Während der Wanderung hat mir David (Guid) erzählt, dass es noch vor 4 Monaten hier ein richtig schweres Hochwasser von um die 8 Meter gegeben hat, dass die ganzen Brücken und den halben Wald überflutet hat! Der Forest war im Juli diesen Jahres komplett geschlossen! Das war das schlimmste Hochwasser, das die in der Region jemals hatten! :/ Jedenfalls hab ich auf dem Walk nicht viel Neues gesehen, bis auf 1! Mir blieben stehen und David pflückte ein Blatt von irgendeinem Busch und meinte, ich solle mal ein KLEINES Stück probieren! Okay? Gesagt. Getan. Kurz nachdem ich auf diesem Blatt rumgekaut hatte, wusste ich warum nur ein KLEINES Stück! Das war "wilder Pfeffer", den man hier auch im Supermarkt kaufen kann und ganz normal für die Essenszubereitung benutzen kann, sowohl die Blätter, als auch die Pfefferkörner an sich :) Bush-knowledge! ;D Voll gut ;P 

Übrigens! Nein, an der Quelle des Huon Rivers steht kein Chemiewerk, dass seine Abfälle in den Fluss leitet! Der Huon River ist durch Pflanzen und tote Bäume natürlich gefärbt und sieht jetzt etwas aus wie "dünner schwarzer Tee" - man kann das Wasser wohl bedenkenlos trinken und benutzen! Ich hab's nicht ausprobiert! Das sah mir etwas zu spooky aus ;)

Letzter Stopp für heute: Hastings Springs und die Hastings Höhlen!

Ich wollte auf jeden Fall die Quellen sehen, denn das Besondere hier ist, dass hier eine warme Quelle aus dem Boden kommt - also warm ist nicht ganz korrekt, denn das Wasser ist um die 24°C "warm" - und als kleiner Creek in den Bach, der alt "Kalte Quelle" im Berg entspringt, mündet. Man kann an der Mündung tatsäch den Unterschied fühlen! Das ist total irre! ;) Ach ja... die Natur :P Auch das alles ist in Hastings in einem Wald gelegen... die füllen hier sogar ein ganzes Poolbecken mit dem "warmen" Quellwasser :D ! Ist schon ganz schön gemacht...

Danach kam die Höhlen-Tour! Vorher sollte man wissen, dass ich 8 Jahre in einer Stadt zur Schule gegagen bin, die für ihre Tropfsteinhöhle "Attahöhle" bekannt ist, und ich die Höhle nie zuvor von innen gesehen habe! Jedenfalls... die Hastingscave wurde übrigens bei illegalen Rodungsarbeiten vor Jaaahren entdeckt und hat deswegen auch keinen offiziellen Entdecker, weil der ja dann strafrechlich belangt worden wäre... Der Höhleneingang liegt mitten im Wald - ist ein bisschen, wie im Märchen - und von dort aus geht es erstmal mehrere Stufen bzw. mehrere Meter nach unten und steht dann in einem richtig großen Gewölbe der Höhle, wo man sogar mit bis zu 100 Gästen heiraten kann! Überall hängen und stehen Stalagmiten und Stalaktiten... die schon hunderte oder tausende von Jahren alt sind! Wahnsinnig beeindruckend! Laut unserem guid sind auch erst 10-20% der Höhle wirklich erforscht... das ist eine richtig krasse Formation, die sich über mehrere km² in der Tiefe erstreckt! WOW! 

Von der Höhle sind wir wieder zurück nach Hobart gefahren!

Das war Tag 2 in Tassie :D 

Mittwoch, 16.11.2016

Das Land der Giganten - Tasmanien Teil 1

Von Wikipedia geklaut ;)

Es ist das erste Mal seit einem halbe Jahr, dass ich den australischen Kontinent verlassen habe - auch wenn ich nur bis Tasmanien gekommen bin, dem einzigen Bundesstaat, der nicht zum Festland gehört! Tassie ist ungefähr so groß, wie Bayern, hat aber nur eine Gesamteinwohnerzahl von Nürnberg - ca. 515 000! Also dementsprechend sieht man hier VIEEEL Natur wink! Genau wie zu Hause im Sauerland ;)

Ich bin von Sydney aus nach Hobart - der Hauptstadt Tasmaniens - geflogen! 2 Stunden später war ich da! Schon am Flughafen habe ich ausgesprochen nette normale Leute getroffen - mein "hostgranddad" Frank hatte mir mal erzählt, dass man den Tasmaniern nachsagt, mehrere Finger und zwei Köpfe zu haben! Dass das natürlich nicht stimmt, war mir zu dem Zeitpunkt schon klar ;) Aber absichern muss man sich ja trotzdem :P

In Hobart City angekommen, stand mir die nächste Herausforderung bevor: 3 Nächte in einem 12-Betten-Zimmer, das immer vollbelegt ist mit Wanderern o.ä.! Aber das eigentliche "Problem" besteht darin, dass wenn die dann abends "heimkommen" und ihren Füßen die Freiheit schenken, kann man sich vorstellen, was mit dem Zimmer passierttongue-out! Ich hatte wenigstens ein Bett direkt am Fenster ;) "What doesn't kill you, makes you stronger!" 

Aber das was ich tagsüber gesehen habe, war die "Strapazen" allemal wert! ;)

Tag 1 in Tasmanien

Für mich ging es heute zum Mount Wellington - der größte Berg Tasmaniens, an dessen Fuß Hobart liegt - und in den Mount Field Nationalpark im Südwesten der Insel! Früh morgens fuhren wir hoch zum Gipfel des Mt. Wellington - wir hatten echt Glück, dass wir hochFAHREN konnten, denn erst vor ungefähr einer Woche hatte es aufgehört zu schneien (!!!) - und bei Schneefall wird die Passstraße zu einer einzigen Eisbahn und ist gesperrt! Oben angekommen, bot sich mir folgendes Szenario: Wir waren mitten in superdichten Wolken, alles was man gesehen hat, war weiß, es hat geregnet und war sehr kalt und windig - also sehr ungemütlich!

 

Von dort aus sind wir bergab gewandert. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob das wirklich ein ausgezeichneter Wanderweg war, den wir gelaufen sind, denn zwischendurch hörte der normale Weg einfach auf und vor mir lag ein Haupten von großen Steinen - zu meiner Linken steilbergab! - über die man dann klettern musste, um zum nächsten Teil des Weges zu gelangen...

Aber nach und nach haben sich die Wolken verzogen und man hatte echt eine schöne Sicht auf Hobart... ich bin mit zwei anderen - Maria aus Sao Paulo/Brasilien und Alex aus Barcelona/Spanien - relativ zügig unterwegs gewesen und waren dementsprechend die Ersten an unserem Treffpunkt... irgendwann kamen dann auch die Anderen und wir waren abfahrtbereit  - bis Susi - unserer Guidin - aufgefallen ist: "Oh. Da fehlt jemand!" Dann ging das ganze Rumtelefonieren und Suchen los! Nach einer halben Stunde wurde Lee dann auch gefunden - sie hat einfach Schilder ignoriert und dementsprechend eine falsche Abbiegung - den Gipfel wieder hoch - genommen -! Natürlich hatten wir dementsprechend leichten Zeitverzug, was ja eigentlich kein Problem wäre, wenn die TravelCompany nicht ALLE daytouren dieses Tages erstmal zum Mt. Wellington geschickt hätte, um sie nachher zu seperieren! So kam es halt, dass einige Leute ihre Fähre zum Museum nicht rechtzeitg bekommen haben usw. ... aber ich hatte Glück, denn zwei andere Backpackerinnen aus Kanada und ich waren, die mit Susi und Julie (Susi's Praktikantin) zum "Land of the Giants" in den Mount Field Nationalpark gefahren sind - wir hatten also einen großen Bus für uns 5 Persönchen ;)) Das war total cool! ;) Erster Stopp auf dem Weg dorthin war "Salmon Funds" - eine Forellenaufzuchtstation. Forellen? Fische? Wie langweilig! Das dachte ich mir am Anfang, aber dass die Anlage so schön wäre, hätte ich nicht gedacht! Dort werden Forellen und Aale verschiedener Arten aufgezogen und im angrenzenden Fluss - in dem ich übrigens auch Schnabeltiere gesehen habe - ausgewildert und zum Angeln freigegeben! Dort sah es echt bilderbuchmäßig aus... überzeugt euch selbst:

Neben verschiedenen Fischarten haben die Menschen hier auch verscheidene Baumarten aus Europa eingeführt... u.a. auch eine Ars******-Birke! :D Jeder, der mich kennt, weiß, was ich meine ;)

"Salmon Funds" lag gar nicht weit von dem Nationalpark entfernt... keine 15 Min. später waren wir da. Im Wald, wurde mir erstmal bewusst, warum das dort "Land of the Giants" heißt - ich mein, mir war schon klar, dass wenn man von "giants" spricht, dass die Bäume groß sein müssen, aber so groß?! -! Die Bäume hier werden teilweise über 90 Meter groß!! Ich kam mir vor wie ein Elf, als ich vor einem dieser Bäume stand! Die hatten bestimmt einen Umfang von 5 Metern... Krass große Bäume! 

Als wir den Walk beendet hatten, kam mein eigentliches Highlight dieses Tages! Schon mehrere Travelmates haben mir gesagt, dass ich mir das umbedingt anschauen soll! Okay ;) Die "Russell Falls" ist ein RIESIGER Wasserfall inmitten des Nationalparks! Ich habe bisher noch nie einen so großen Wasserfall in meinem Leben gesehen! 

ein anderer Wasserfall in der Nähe ;) Russel Falls

Definitv ein weiteres Highlight meiner Reise!!! :D

Montag, 14.11.2016

unendliche Weiten...

Das Outback. Unendliche Weiten. 

 

Donnerstag bin ich mit Qantas 3 stunden lang von Melbourne nach Alice Springs - der einzigen "Stadt" in Zentralaustralien - geflogen und ich kam mir vor, wie auf einem Langstreckenflug. Wahrscheinlich deswegen, weil jeder Passagier ein Entertainmentsytem zur Verfügung hatte, so wie ich es bisher nur auf meinen Flügen nach Dubai und Sydney erlebt hatte! Das war schon einmal ein kleines Highlight! :D Danke Qantas!!

In Alice angekommen - man muss dazu wissen, dass in Melbourne typisches Sauerländer-Herbst-Wetter geherrscht hat - bin ich aus dem Flugzeug gestiegen und wäre am liebsten direkt umgedreht und wieder ins Flugzeug rein! OMG! Es war, als würde ich gegen eine Wand laufen: 35°C im Schatten... sagt alles, oder?! Mit der Hitze bin ich den ersten Tag echt gar nicht klar gekommen. Das einzige was ich noch gemacht habe, war im Supermarkt 4l Wasser zu kaufen, die ich auch noch am selben Tag verputzt habe! Die restliche Zeit hab ich mit einem brummenden Schädel in meinem halbwegs "kühlen" Hostelzimmer auf meinem Bett verbracht! So war ich immerhin ausgeschafen für meine Tour, die am nächsten Tag gestartet ist!

05:00am Pick-Up time! Keine humane Uhrzeit, aber Muna war trotzdem - mit Papa's Stimme im Hinterkopf - pünktlich :)) Michael, unwesentlich älter, als ich, und in Alice aufgewachsen, war unser Tourguid! Super cooler Typ! Insgesamt waren wir 18 Teilnehmer aus der ganzen Welt... Zwei Mädels aus Singapur, die ein Austauschsemester in Melbourne machen... Guus, ein Niederländer, der vor 16 Jahren nach Sydney ausgewandert ist und mit seiner Tochter Lilly, anlässlich ihrers 10. Geburtstages die Tour macht... Mari und Jean aus der Nähe von Bordeaux, beide 69 Jahre alt, reisen jetzt in ihrer Rente durch die Weltgeschichte... Amy, Krankenschwester aus Seattle (Nein! Nicht im "Seattle Grace Hospital" :D)... Peter, um die 40 Jahre alt, gebürtiger Phillipino, der aber schon mehrere Jahre NOCH (?) in Miami lebt und das Reisen über alles liebt... Sam und Niko, die gerade ihr Abitur gemacht haben und jetzt ein FSJ an einer Schule in Alice machen... Mel, ein Local, die auch so alt ist, wie ich, die 5 Austauschschüler - Lea + Fritz aus Süddeutschland, Paval aus Delhi und Frank + BJ aus der Nähe von Johannisburg/ Südafrika - begleitet... alle zusammen gehen oder arbeiten am St. Philipp's College Alice Springs! Ach ja... und ich! :D Das war echt eine super Truppe!

Unser großes Ziel heute war der ca. 600km enfernte Uluru, oder "Ayers Rock", wie er früher genannt wurde. Auf dem Weg dorthin, den Stuart Highway entlang, haben wir auf eine Kamelfarm besucht. Kamele? In Australien?? Japp. Die gibt's hier in der Tat, und nicht zu knapp! Weiße haben die damals importiert, weil sie Tiere brauchten für den Bau der "Ghan"-Eisenbahnstrecke, die auch den Bedingungen des Outbacks standhielten! Als der Bau dann abgeschlossen war, brauchte die Kamele keiner mehr, also wurden sie kurzerhand ausgewildert! Was mit den Jahren zu einem richtigen Problem wurde... Mittlerweile gibt's im Outback eine regelrechte Kamel-Plage, weshalb die Tiere sogar offiziell zum Abschuss freigegeben sind... einige Farmer handeln auch erfolgreich mit denen und exportieren sie nach Saudi-Arabien und in die anderen Golfstaaten! (unnützes Wissen by the way :D)

Gegen Mittag erreichten wir dann den Uluru! Schon als ich aus dem Bus ausgestiegen war, spürte ich dieses besondere feeling, das dieser Fels ausstrahlt! Schon von weiten war dieser über 300m hohe Monolith sehr imposant anzuschauen - einfach ein Fels mitten im Nirgendwo... ein Fels, der für die Anangu-Aborigines die Welt bedeutet und das mit Abstand heiligste ist, was es für sie gibt! Erst 1985 haben die Ureinwohner das Land offiziell zurück erhalten und seit 1993 ist das Gebiet der Uluru-Kata Tjuta-Nationalpark! Es gibt einen "Basewalk" - ein 10km langer Walk um den ganzen Uluru herum, der ab 36°C geschlossen ist... wir hatten zu dem Zeitpunkt schon 39.9°C erreicht!!! Ich war bis dato noch nie 40°C ausgesetzt... Laut Michael war dieser Tag für ihn ein persönlicher Temperatur-Rekord für eine Tour im November - by the way: Im Februar wird es hier teilweise über 52°C "warm"!!! Deswegen haben wir nur einen relativ kurzen Walk gemacht, und Michael hat uns einige Felsmalereien gezeigt und uns die dreamtime-stories der Aborigines dazu erzählt! Mit Blick auf den Uluru konnte ich mir die Geschichten direkt vorstellen, wie sie entstanden sein müssen! Aber es war so heiß, dass man echt kaum zu irgendwas fähig war! Wir waren auf jeden Fall alle froh, als wir wieder im Bus saßen! 

Zum Lunch sind wir zurück ins Camp gefahren. Es gab echte Outback-Hamburger! Und als waschechte Sauerländerin und Tochter eines leidenschaftlichen Grillers (Papa :D), hab' Ich das BBQ für die nächsten Tage übernommen :) Auch das hat Spaß gemacht, denn so war ich vom Aufräumen und Spülen befreit smile! Ein richtig guter Schachzug von mir ;)

Den Sonnenuntergang haben wir am Uluru verbracht! Die Bilder sprechen für sich:

Dann ging es zurück ins Camp und wir haben uns für die Nacht vorbereitet! Das hieß' für die meisten den Swag "schlafbereit" machen! Für diejenigen, die noch nie etwas von einem Swag gehört haben: Ein Swag ist wie ein Schlafsack über einem Schlafsack, mit dem man im Freien campen kann! Also praktisch ein 1-Personen-Zelt, ohne Zelt ;) Als wir dann irgendwann alle in unseren Swags lagen und das letzte Licht ausging, bot uns ein unbeschreibliches Szenario! Dadurch das es im Outback keinerlei lightpolution gibt, konnte ich die Milchstraße sehen, mit ihren tausenden Sternen... auch ein paar Sternschnuppen habe ich gesehen... und das "Southern Cross" hab ich auch sehen können - die Sternformation, die man u.a. auch auf der australischen Flagge findet! Einfach ein unbeschreiblicher Sternenhimmel! Ich wünschte euch, ich hätte eine Kamera zur Hand gehabt, die dieses Bild hätte einfangen können! 

Der nächste Tag begann für uns schon um 3:30 Uhr damit wir den Sunrise am Uluru sehen konnten und uns dananch relativ schnell aufmachen konnten zu Kata Tjuta, damit wir während unseres Hiking-Trips nicht wieder so verkokeln, wie den Tag zuvor!

Kata Tjuta - früher als "the Olgas" bekannt - ist vom Typ her komplett anders als der Uluru! Kata Tjuta besteht aus vielen einzelnen, irgendwie eiförmigen, riesigen Felsen, die alle irgendwie ineinander gewürfelt wirken! Wir sind hier "querfelsein" gewandert - ca 8km - bis wir irgendwann auf einer Anhöhe rauskamen und einen unglaublichen Blick auf das gesamte Valley hatten!

Am späten Vormittag sind wir dann schon zum Lunch zu unserem heutigen Campsite - in der Nähe des Kings Canyon - gefahren. Das war noch viel "offroad"er, als das erste Camp, wortwörtlich "Irgendwo im Nirgendwo". Abends nach dem Dinner - es gab u.a. Kanguru-Steak laughing - hat uns Michael gezeigt, wie man Didgeridoo spielt - man! Das ist echt verdammt anstrengend, kann ich euch sagen! Er hat mir auch versucht beizubringen, wie das mit dem "Circular Breathing" - das man eigentlich fürs spielen braucht - funktioniert, aber ich kriege das nicht: Durch die Nase einatmen und gleichzeitig durch den Mund ausatmen?! Wie soll das gehen? Danach haben wir wieder unsere Swags fertig gemacht! Dieses Mal, ich hatte gerade einen guten Platz für uns alle gefunden und hab meinen Swag ausgerollt, kommt da eine Spinne raus! Aber was für eine! Die war vom Durchmesser her bestimmt 15cm groß, ich hab mich auf jeden Fall voll erschrocken - ich glaub die Spinne auch, denn die hat sich sofort in den nächsten Busch verzogen! Whaa!!! Ach ja und in der Nacht kam auch ein Dingo - sieht aus wie ein kniehoher goldener Hund mit einem Fuchsschwanz - zu mir und hat erstmal ausgecheckt, ob ich irgendwo etwas zu essen gebunkert habe! Zum Glück waren wir alle so schlau und haben nach dem Dinner alles an Essen verschlossen! Der Sternenhimmel in der Nacht war mindestens genauso imposant, wie Der die Nacht davor!

Kings Canyon aus der Ferne

Am nächsten Tag waren wir - wie schon an Tag 2 - relativ früh am Canyon zum wandern! Wenn man so am Fuße des Felses steht und weiß, dass die ersten 300m ca 60° steil nach oben führen und den berüchtigten Namen "Heart attack hill" tragen, wird einem etwas mulmig!! Der Aufstieg war echt sch**** anstrengend!!! Und ich hätte oben fast ein Sauerstoffzelt gebrachen können! Und das waren nur 300m!! Aber einmal oben angekommen, war die Aussicht wieder sagenhaft! Auch hier sind wir wieder querfelsein gehikt - vorbei an riesigen Felsen, steilen Abhängen und über teife Schluchten! Lunch gab es für uns im Garten von Eden! :) Dieser Ort existiert tatsächlich im Kings Canyon! Eigentlich ist das nur ein kleiner tiefer See umgeben von Palmen und viel Gestrüpp! Warum der Ort so heißt, konnte mir niemand beantworten... Michael - der Witzbold - gab jedem zum Lunch übrigens einen roten Apfel! (vom Baum der Erkenntnis ^^) ! Weiter sind wir an einer 900 Jahre alten Palme vorbei gekommen, die ein gutes Beispiel für das Wissen der Aborigines ist, denn diese Palme hat giftige Früchte, die mich stark an Ü-Eier erinnern... und auch so klappern, wenn man sie schüttelt - und die A. wussten das! Sie haben deswegen oben und unten ein Loch in die Frucht gemacht - wie wenn man zu Ostern Eier ausbläst - und die dann in fleißendes Wasser gelegt. Einige Monate später, wenn die an dem Ort wieder vorbeikamen, hatten sie schon etwas zu Essen, weil in der ganzen Zeit die Gifte ausgeschwemmt wurden! Die Weißen wussten das nicht. Was mit denen, die die Früchte gegessen haben, passiert ist, kann man sich vorstellen wink! Das letzte, das wir vom Kings Canyon gesehen haben, war eine RIESIGE Schlucht! Irgendwie standen wir inmitten von anderen Reisegruppen, somit haben wir alle mal das verühmte "Kouhi" ausprobiert - zu Hause ruft man "Echo" in die Schlucht, hier in Australien haben sich Aborigines seit Jahren durch das "Kouhi" verständigt, indem sie es in die Schlucht gerufen haben! Auch das war echt cool! 

Nach dem Abstieg ging es wieder zurück nach Alice, nochmal mit Zwischenstopp bei den Kamelen! smile  Morgen geht's weiter... Tasmania is calling!! 

Tahune Forest Tasmania

Dienstag, 08.11.2016

Great. Ocean. Road.

Drei Worte die 1000% zutreffen. Der nächste Abschnitt meiner Reise durch Australien ist die Great Ocean Road!

Aber von vorne! Im letzten Eintrag hab ich's ja schon gesagt, die Tour hat nicht ganz reibungslos begonnen! 

Ich hab - wie ich es immer mache -  am Abend vorher schonmal meine Sachen soweit es ging zusammen gepackt - mein Glück! Jedenfalls werd' ich morgens nicht von meinem Wecker wie üblich wach, sondern von dem Typ von der Rezeption!!! "Did you book a tour today? You're late! It's 8:15am now!" Schock am Morgen!! Ich bin natürlich aus dem Bett gehechtet, habe mich irgendwie fertig gemacht! Im Zimmer umgezogen, weil ich meine Zimmerkarte nicht mehr wieder gefunden hab... das ganze Zimmer wach gemacht - unfreiwillig-, die mir beim zusammenpacken geholfen haben! Danke nochmal!.... Zähne im Bus geputzt... Jedenfalls saß ich tatsächlich 10 Minuten später mit allen Sachen im Bus!!! :D

Mein Handy-Alarm hat nicht funktioniert! Warum?! Weil mein Handy nachts von meinem Hochbett eine Etage tiefer gefallen ist und Majan, der gestern aus Taiwan angekommen war und im Bett unter mir geschlafen hat, sein Kissen darauf gelegt hatte und es mir am nächsten morgen wieder geben wollte!!!! Ja ja ;))

Jedenfalls hat alles - zwar mit einer kleinen Herzattacke - geklappt und wir sind los... über die Landstraße, fast 3 Stunden, zum Ende der Great Ocean Road...  wir waren insgesamt 7 Leute - 4 Chinesinnnen, Ivy aus Brighton/UK, Eva aus Norddeutschland und ich... 

Tag 1 der Tour war das Wetter total diesig, neblig und regnerisch :/ das war doof, aber was soll man machen? "Sauerland-Wetter" in Australien ;) Wir sind erst über die Straße im Landesinneren gefahren, vorbei an Lismore, und sind durch eine Vulkanregion gefahren, mit vielen aktiven Vulkanen - etwas creapy, als Jude, unsere Reiseführerin, meinte, dass alle Vulkane mit ihren Ausbrüchen schon extrem überfallig wären - , 

aber auf einen "Toten" sind wir auch hochgeklettert und hatten eine mega Aussicht bis hinaus auf den Ozean! ;) und auf dem Weg nach unten wieder angekommen, konnten wir ganz viel WildLife sehen! Auf den Hügeln der Vulkane wohnen ganze Känguru-Familien,

am Fuße des Vulkans und auf den Parkplätzen tummeln sich Emus

und in den Bäumen schafen Koalas ;)

 (Sooo süß!!! kiss)

Den Koala hier, hätte ich ja super gerne mit nach Hause genommen!! ;) Aber ich hab leider keinen Garten mit Eukalyptusbäumen :( wink

Weiter ging es dann die Küste entlang... eine Felsformation, ähnlich wie die Twelve Apostles, tat sich irgendwann auf!

mega windig! :) aber super schön! Was die Natur so alles machen kann! Dieser ganze Limestone war mal alles Australien's Küste... nachdem das Salzwasser, Mini-Beben und der Wind seine Arbeit getan haben, sieht es nun so aus! ;) Dadurch, dass die Luft so stark an Salz gesättigt ist, wächst auch um die Küste rum nicht wirklich was... hier sieht es ein bisschen aus, wie in der Tundra...

Sieht einfach komplett anders aus, als alles, was ich bisher gesehen hatte!

Nur ein paar Kilometer weiter war der Aussichtspunkt "The Groote". Das Bild hier sagt eigentlich alles!

Weiter sind wir zur "London Bridge" gefahren, die seit ein paar Jahren keine Brücke mehr ist, weil die Verbindung kollabiert ist! surprised Man muss sich vorstellen, dass die Brücke als Lookout für Touristen freigegeben war und dann plötzlich ein Tourist ein komisches Knacken und Bröckeln gehört hat, alle Touris schreiend aufgefordert hat, so schnell wie es geht an Land zu rennen und kurze Zeit später die Brücke (da, wo mein Kopf ist) einige Meter ins Meer stürzt!! Alle haben es geschafft, bis auf zwei die später mit dem Heli von der verbliebenen Brücke gerettet wurden! Voll krass, oder?!

Nach ein paar weiteren Stopps, sind wir zum Hostel in Port Cambell aufgebrochen, wo wir die Nacht schlafen würden! 

Ich war total begeistert, von dem Haus: total gemütliche Atmosphäre, mit Gegenständen aus aller Welt dekoriert und eine total sympatische Besitzerin! Dadurch, dass ich relativ schnell war mit auspacken, konnte ich Jude beim kochen helfen! Jude hat ihre Kochlehre damals vor der Abschlussprüfung abgebrochen, hat das Kochen aber echt drauf gehabt! Sie hat mir auch einige Tipps und Tricks gezeigt! Leute, wenn ich heim komme, kann ich Tonnen von Zwiebeln schneiden smile!!

Zum Sonnenuntergang sind wir zu den Twelve Apostles, eines der Wahrzeichen Australien's, gefahren, haben aber leider nicht so viel sehen können, weil der Himmel total wolkenverhangen war! Zurück im Hostel haben wir dann alle noch etwas zusammen abgehangen, auch mit anderen Backpackern... und ich durfte mir die Gitarre - die ich beim einchecken entdeckt hatte - ausleihen und hab dann mit ein paar anderen gejamt ;)) OMG! Das war so gut, mal wieder Gitarre zu spielen - nach 4 Monaten!!! ;) 

Tag 2 der Tour begann dann - sehr früh - mit dem Sunrise an den Twelve Apostles. Das Wetter hatte sich um 180° gewendet! Zum Glück für uns! Denn so konnten wir Fotos, wie dieses hier machen:

 (mit Eva und Ivy)

Nachdem die Sonne dann aufgegangen war haben wir unsere Tour die Küste entlang fortgesetzt. Stop 1 sollte das kleine Küstenörtchen Apollo Bay sein, das sehr gemütlich und schön wirkte! Hier hab' ich auch unglaublich guten Fisch gegessen, der noch am gleichen Morgen gefangen worden sei! ;)) OMG, der war echt sooo lecker! 

Immer weiter die türkisblaue Küste entlang - dieser Abschnitt der GOR heißt jetzt übrigens "Surf Coast" - konnte man die verheerenden Folgen des großen Buschfeuer sehen, das letztes Jahr Heiligabend ausgebrochen war und 1/3 der Wälder und natürlich auch Häuser an der GOR mit rund 100kph zerstört hat! Überall sieht man verkohlte Stämme und Baustellen für neue Häuser! Diesen Abschnitt entlang zu fahren und Jude zuzuhören, wie sie das letztes Jahr erlebt hat, war sehr bedrückend für mich!   

Irgendwo im Nirgendwo haben wir dann gehalten, wo schon einige Touri-Busse standen: Koalas und gefühlte 100 Papageien!! Die sind da einfach rumgeflattert und hatten ihren Spaß dabei, sich auf Köpfe zu setzten oder auf Arme o.ä.

 Der Leuchtturm hier war der vorletzte Zwischenstopp bevor wir zurück sind nach Melbourne gefahren sind. Von hier aus konnte man nochmal die ganze Surf Coast überblicken und super Fotos machen ;) Die Küste entlang gibt es einige lighthouses, die alle im 19 Jh. erbaut wurden, weil es so viele ship wrecks gab! Wer erwartet denn auch, dass wenn man die Küste entlang segelt, dass da auf einmal so ein Riesenfels, wie so ein Apostel, vor einem auftaucht?! Radar oder soetwas gab es ja zu der Zeit noch nicht!  und Schiffbrüchige bzw. Überlebende sind dann u.a. an Stränden, wie diesen gelandet! Wenn man da unten steht bekommt man erstmal ein richtiges Gefühl für die Größe dieser Felsen und der Küste! Sehr beeindruckend!

 "Bells Beach" - diejenigen, die gerne Surfen und das auch können :D werden diesen Spot kennen und lieben! Dieser Strand wird auch als Mecca für Highsurfer bezeichnet, soll heißen: Jeder der bekloppt und lebensmüde genug ist, surft hier! Die Wellen hier sind ca. 3m hoch und haben eine ungeheure Power! Und jetzt im Frühling sind das kleine Wellen, im Winter werden manche Wellen sogar über 10 Meter hoch! Nichts und niemand würde mich jemals hier ins Wasser bekommen!!!

2 Stunden später waren wir wieder in Melbourne! Den nächsten Tag wollte ich mir eigentlich noch Melbourne anschauen, bin aber morgens irgendwie im Hostel hängen geblieben, weil überall Live-Ticker und sogar eine Live-Übertragung der US-Präsidentenwahl lief. Ich würde mal sagen 99% aller Backpacker hier haben mit großer Bestürzung die Wahl verfolgt! Gegen frühen Nachmittag, als das Ergebnis dann klar war, bin ich doch noch in die Stadt und hab mir mehr von der Innenstadt angeschaut! Die Architektur der meisten Gebäude ist echt super und echt kreativ, aber die Skyscraper schießen hier aus der Erde wie Unkraut! Hier wird echt so extrem viel gleichzeitig gebaut, wo ich mich echt Frage, ob die Nachfrage überhaupt so groß sein kann....

Melbourne's Innenstadt ist echt glamourös, was die Architektur der Häuser angeht, aber Straßen müssen teilweise drei übereinander - wortwörtlich! - gebaut werden... und die alten Gebäude passen nicht ins Stadtbild! Ich find Sydney 1000-mal schöner! wink

Meine Zeit in Victoria ist jetzt schon so gut wie vorbei, jetzt steht das an, worauf ich mich definitiv am aller-aller-allermeisten drauf gefreut habe: das OUTBACK!!!

 

Sonntag, 06.11.2016

Heidelberg und Altona? In Australien?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Heidelberg und Altona sind in der Tat Suburbs von Melbourne / Victoria!

Jetzt wisst ihr schon, meine Reise führte mich als nächstes zur südlichsten Großstadt Australiens: Melbourne. Gleichzeitig auch ehemalige Hauptstadt von Australien und - immernoch -  Hauptstadt des Bundesstaates Victoria mit ca. 4,25 Mio. Einwohnern!

Eigentlich ist es nur ein Zwischenstopp bis zu meiner Great Ocean Road Tour, aber natürlich wollte ich auch so viel wie möglich davon sehen! Ich bin vormittags gelandet, hab dann im Metro YHA eingecheckt und bin dann mit zwei roommates - Alex und Lucas aus Berlin - in Stadt gelaufen! Die Beiden waren schon zwei Tage vorher angekommen und konnten mir schon einige Tipps geben ;)

nachdem ich etwas von der Innenstadt gesehen hatte, hab ich mal so drüber nachgedacht, welche Sehenswürdigkeiten o.ä. ich von Melbourne eigentlich kenne. ich mein, mit Sydney verbindet man sofort den Hafen mit Brücke und Opernhaus, aber Melbourne?? Mir ist nur der Brighton Beach eingefallen und Frank hatte mir mal von Phillips Bay - dem Hafen von Melbourne - erzählt....

Also bin ich kurz entschlossen zum Brighton Beach gefahren, wo die weltberühmten beach houses stehen! Welche beach houses? Die:

die kennt eigentlich wirklich jeder ;) jedenfalls die letzte Hütte mit der australischen Flagge! ;)

Das war alles was der Tag hergab! :D

Zurück im Hostel hab ich Jannick aus Saarbrücken kennengelernt! Er ist Physiotherapeut bei der Uniklinik und hatte auch ähnliche Positionen, wie ich sie hatte, inne! Wir haben uns den ganzen Abend über alles mögliche ausgetauscht ;) Das war mal echt cool, jemanden zu treffen, der auch eine Ausbildung im medizinischen Bereich hat und nicht erst gerade die Schule beendet hat (Auch wenn das jetzt vielleicht falsch rüber kommt! Aber es tat echt gut, sich mal über persönliche Dinge auszutauschen!)... Themen, die mich selbst und meine Arbeit betreffen... 

Am nächsten Tag startete meine Great Ocean Road Tour, nicht ganz ohne Zwischenfall kann ich schonmal sagen ;))

Freitag, 04.11.2016

Wellenreiten...

Nächster großer Punkt meiner Bucket-Liste ist es, surfen zu lernen! Da ich in der Hinsicht wahrscheinlich ein hoffnungsloser Fall sein werdewink, habe ich direkt ein Surfcamp für eine Woche - also 5 Tage - gebucht! Montags gegen 9am am WakeUp Hostel sollte es eigentlich mit dem Bus Richtung Gerroa Beach ca. 1h südlich von Wollongong gehen, was dann eine ungefähre Reisezeit von 3h ergeben hätte ( warum ich so kleinkariert schreibe, kommt später! ;D)...

Jedenfalls standen wir alle - ca. 40 Backpacker - da mit backpack und daypack - halt alles, was ein normaler Backpacker so dabei hat :) - und der Typ vom Surfcamp meinte dann, dass wir ja alle zu früh (???) wären und er uns deswegen schonmal mit der Bahn vorschicken würde, das würde auch viel schneller gehen! ;) (Ähhhmmmm...?!) 

Der guid, der dann mit uns gefahren ist, hat aber so eine beknackte Verbindung rausgesucht - mit 3 mal umsteigen und Wartezeiten zwischen einer halben und dreiviertel Stunde! -, dass wir erst nach 3 3/4 Stunden dann mal irgendwann im Camp angekommen sind! Die Hälfte der Teilnehmer ist scheinbar doch mit dem Bus gefahren, denn die waren schon fertig mit Lunch, Zimmer beziehen und gerade dabei für die erste Surflesson die Wetsuits rauszusuchen! Das war dann sehr erbauend für alle, die mit mir unterwegs waren!! :/ Wir waren alle leicht bis mittelmäßig abgenervt! Na ja... was soll man machen? Zu Hause wären wir mit der deutschen Bahn auch nicht schneller gewesen tongue-out!

 

Zwei Stunden später waren wir - Gruppe 2  :D - dann auch fertig für unsere Surfstunde! Es hat super viel Spaß gemacht, es war aber auch extrem anstrengend! Tag 1 haben wir erstmal nur die Basics gelernt und - fürs surfen ganz wichtig - den "Shaker" [Schacker], denn man einem anderen Surfer zeigt, wenn er eine gute Welle geritten ist. Wenn man denkt, dass es "okay" war, zeigt man den "Mini-Shaker" und wenn es mega war, was er gemacht hat, den "Mega-Shaker" ;) :D 

Und es hat tatsächlich schon in der ersten Stunde geklappt! Ich bin in der ersten Surfstunde - mehr oder weniger elegant -  eine Welle geritten!!! Und war extrem stolz darauf, weil ich definitiv nicht damit gerechnet habe, diese Woche überhaupt so weit zu kommen :D!!! Ich hatte einen heiden Spaß daran! (auch wenn sich in der ersten Nacht das ganze Salzwasser, das ich den Tag über UNFREIWILLIG geschluckt hatte, wieder seinen Weg in die Freiheit gebahnt hat - obenrum! Voll eckelig!)

Deswegen ging es bei mir am zweiten Tag auch erst nachmittags weiter! ;) 

Der Spaß am Lernen ist mir nie vergangen! Immer den gleichen Ablauf: "sexy lizard" (auf's board legen! :D), "chicken wing" (Bein anwinkeln), "kick forward" (mit einem Bein stehen, mit dem anderen knien) und "push up" (nur aus den Beinen heraus aufstehen)! Zwischenzeitlich war ich echt frustriert! Da kommt man bis zum vorletzten Move und kippt wieder vom Board... aber Brad - mein Coach - sagte mir einmal: " Denk' mal dran, was deine Freunde gerade zu Hause machen! Und wo DU gerade bist!" Da hat er so recht gehabt! ;) Man vergisst hier viel zu schnell, dankbar für all das, was man in Australien erlebt, zu sein! 

Freitags war der letzte Tag und alle Surflehrlinge und Surflehrer sind alle gemeinsam gesurft! Wir haben am Abend vorher abgemacht, dass sich jeder verkleidet - je nach seinen Möglichkeiten - und das wir und irgendwelche witzigen Surf-Positionen ausdenken sollen! Das hat mich dann etwas überfordert - das ist dabei rausgekommen:

ein Weihnachtself. Irgendwie. 

Die Woche ist für mich persönlich echt erfolgreich gewesen, ich hätte nie gedacht, dass ich es auch nur einmal schaffe, stehend zu surfen und habe es gleich dreimal geschafft!! ;)) Es war echt eine super Zeit und ich habe sooo viele coole Leute aus der ganzen Welt kennenlernen dürfen - aus Skandinavien, aus Südafrika, aus Vancouver und Toronto, aus New York City, aus Delhi und natürlich auch aus Westeuropa! Ein besonderes Danke an meine "roomies" Alex, Ryan und Peter - ich hab' echt viel Spaß gehabt!! ;)

Freitag, 28.10.2016

Abschied 2.0

Oh man! Schon wieder viel zu lange her, dass ich den Blog aktualisiert habe!

Die letzten Wochen waren sehr busy, weil meine Gasteltern in Übersee, u.a. in Genf und London waren cool! Ganz nah an zu Hause!
So habe ich nochmal sehr intensive Wochen mit meinen Gastgeschwistern und Frank und Susan (s. Farmstay in Glouster) erlebt! Am liebsten würde ich alle in mein Backpack packen und einfach mitnehmen!!

Mittlerweile ist die letzte Woche als Aupair schon fast vorbei! Diese Woche ist "Shakespere-week", denn sowohl Trini, als auch Hugh haben eine Theateraufführung Ende der Woche, bei der alle Klassen der Schule ein Shakespere-Stück vor ca. 200 Personene aufführen - in unserem Fall "Richard III" (Trini) und "Julius Caesar" (Hugh)!

Schon allein das find ich persönlich sehr beeindruckend! Hinzu kommt, dass die jüngsten erst um die 6 Jahre alt sind! Hugh's Klassenlehrerin hat mich auch dort wieder eingespannt - beim MakeUp und Hairdressing -, was mir bei meinen Schulaufführungen damals verwehrt geblieben ist tongue-out! Ich hatte echt großen Spaß daran und es hat mich echt in meine Schulzeit zurück versetzt! Ich konnte wirklich mit allen mitfühlen, was Lampenfieber und Aufregung anging!

Und was mich vor allem echt zutiefst beeindruckt hat, war, wie couragiert und emotionsvoll wirklich ALLE geschauspielert haben, trotz ihres jungen Alters! Die haben echt meinen großen Respekt!

Lucy und John waren gerade passend zu Trinis großem Tag wieder zurück aus London! Die hat sich natürlich mega darüber gefreut! laughing

Heute ist der letzte Tag bei meiner Hostfamily, weshalb wir mir zu Ehren heute Abend - mit Johanna zusammen, die wir gestern Abend vom Flughafen abgeholt haben - Essen gehen!! ;) 

Freitag, 07.10.2016

im Schatten der Bukkett Mountains...

Mittlerweile sind schon wieder einige Tage und Wochen ins Land gegangen seit meinem letzten Eintrag! Ich bin jetzt schon 3,5 Monate bei meiner australischen Familie! Ich liebe es hier wirklich! Es ist einfach tolle Menschen, die schon wie meine zweite Familie geworden sind! 

In Australien haben wir "schon wieder" Ferien! Diesesmal sind es zwei Wochen Frühjahrsferien - irgendwie bizarr im September/Oktober von Frühjahr zu reden, aber hier ist ja ALLES verkehrt herum! ;) In der ersten Woche waren wir nicht viel unterwegs, wir waren alle froh, dass wir mal einige Tage hatten, an denen wir mal ausschlafen konnten! In der zweiten Woche war aber action angesagt: Sonntags - die Mitte der Ferien - bin ich mit "meinen" kids mit dem country train nach Gloucester gefahren, bei super tollem Wetter (das ist ja für uns Deutsche immer ganz wichtig - das Wetter! :D)! Wir waren fast 4,5 Stunden unterwegs, praktisch entlang der Küste nach Norden! Während man in Europa innerhalb von 4 Stunden mehrere Staaten durchqueren kann, durchquert man hier in 4 Stunden NUR einen halben Bundesstaat!! 

Gloucester ist ein kleines 2500 Seelendorf - Einwohnerzahl-mäßig so groß wie meine Heimat Fretter im Sauerland, flächentechnisch vielleicht so groß, wie meine zweite Heimat Köln! -, ca. 100km nördlich von Newcastle und ca. 60km vom pazifischen Ozean entfernt - dementsprechend warm ist es auch dort! Was es heißt in der subtropischen Klimazone zu leben, wurde mir erstmals bewusst, als wir aus dem Zug ausstiegen und mit Lucy's mum zu deren Farm fuhren: Trocken, sehr warm, wenig Vegitation (viel Gras und vereinzelt Bäume), zunehmend trockeneres Land! Denkt man eigentlich nicht von den Subtropen, oder?! Aber zurück zu Gloucester! Wie gesagt ist das ein kleines Dorf, das eigentlich nur aus Farmen - hauptsächlich cattle farms (muuuuhhhh! :D) - besteht, genau wie die Farm von Lucy's Eltern Frank und Susan! Die Beiden haben sie sich gekauft, als sie in Rente gegangen sind! Beide sind Mitte Ende 70 und haben schon sooo viel Interessantes in ihrem Leben erlebt, was echt zu lang würde, um es hier zu erzählen! Sie sind auf jeden Fall super interessante, nette und liebe Leute!

Am Samstag vorher hab ich mir einen kleinen Traum erfüllt, weil ich immer gern einen richtig echten Cowgirl-Hut haben wollte, wenn ich durchs Outback reise! :D Ich habe einen superschönen Hut aus echtem Känguruleder gefunden, der natürlich auch dementsprechend teuer war -  aber man leistet sich ja sonst nix, ne?! ;)) Jetzt war ich bestens für die Farmarbeit ausgerüstet! :D

Die Farm liegt außerhalb von "Gloucester City"- man braucht mit dem Auto ca. 10 Min dorthin! Die Aussicht von dort ist atemberaubend: egal wo man hinschaut sieht man nur kleine noch-grasgrüne Hügel mit vereinzelten Bäumen und Farmhäusern. Am Horizont sieht man Ausläufer der Great Dividing Range - der größten australischen "Gebirgskette", die sich von der Grenze zu Victoria durch ganz New South Wales bis hoch zum Norden Queenslands erstreckt! - die teilweise noch bewaldet sind! Total malerisch! In der Region hier gibt es ganz viele kleine Creeks - stehende Flüsschen -, durch die auch die Straßen führen! Hier in Australien baut man ja keine Brücken! Durch die meisten Bäche kann man auch so durch fahren, was auch mega Spaß macht! Hier in Gloucester ist Autofahren fast wie Achterbahn fahren - einen Hügel hoch und runter, durch einen Creek und wieder den nächsten Hügel hoch! ;)

Ich könnte jetzt zig Geschichten von jedem einzelnen Tag auf der Farm erzählen, dann wäre ich aber morgen noch dabei ;) Die Arbeit hier hat auf jeden Fall extrem Spaß gemacht!!! 

Trini und ich - die beiden Cowgirls ;) - haben einen neuen Freund: Hund Tim! Der kleine Hütehund vom Nachbarfarmer! ;) Der war echt knuffig - und auch sehr hyperaktiv! Aber das darf er ja als noch kleiner Hund ja auch sein ;)

Hugh's Lieblingsbeschäftigung war es, sich mit den Kühen zu unterhalten oder denen was zu erzählen! Es war jedesmal wieder extrem lustig ihm dabei zuzuschauen, wie er mitten auf der Weide steht und alle Kühe um ihn herum standen und zuhörten ;)

Flinders hat seine Passion für Farmarbeit gefunden - genau wie ich! Sei es mit dem Traktor Heuballen transportieren, Kühe von A nach B und von B nach C... zu treiben, Zäune reparieren, Rasen mit einem RIESIGEN Rasenmäher mähen oder mit dem Caddy über das riesige Grundstück düsen (OMG! Mein absolutes Highlight! Spaßfaktor: 200%!)!

Alles hat trotz der Affenhitze (Tagsüber immer über 30°C) echt Spaß gemacht - selbst das Unkraut jäten! ;)

Das mit der Sonne und der Hitze ist hier auch so eine Sache! Ich meine man hört ja oft, dass die Sonne hier in Aussie sehr stark ist und gefährlich! Aber das es SO krass ist, hätte ich ja nie erwartet! Ich trage mittlerweile immer einen Hut oder eine Kappe, weil man sonst schon nach sehr kurzer Zeit einen Sonnenbrand auf dem Kopf hat! Hier MUSS sogar jedes Kind unter 12 einen Kopfschutz tragen und im Wasser ein Schwimmshirt tragen - das ist hier gesetzlich festgesetzt!!! Jedenfalls hab' ich aus diesem Grund immer mit langer Jeans, langärmiger Bluse und Hut gearbeitet! Und bin darin teilweise gefühlt verendet :D! Eigentlich sind 30°C ja eher Flipflop, kurze Hose, Top und Swimmingpool-Wetter! ... Ich glaube, dass ich in dieser Zeit meinen persönlichen Trinkmengen-Rekord eingestellt habe! Jedenfalls dachte die Muna sich am letzten Tag superschlau: " Ist ja etwas bewölkt, dann ist die Sonne schon nicht so stark!" und hat (nur) mit hochgekrämpelten Ärmeln gearbeitet! Und BUM! Trotz LSF 50+ hab ich mir beide Unterarme verbrannt! Voll der Mist! [Nur als kleine Randbemerkung: Hier in Oz gibt es tatsächlich ausschließlich Sonnenmilch mit LSF 50+. Eine Creme mit niedrigerem LSF gibt es hier nicht!]

Jedenfalls war die Woche auf der Farm echt hammermäßig! ;) Ach ja... bzgl der Überschrift! Frank + Susan's Farm liegt förmlich im Schatten der Bukkett Mountains - das sind eher drei große Hügel die etwas packetförmig aussehen! Keiner weiß aber so richtig, warum die "Bukketts" heißen... vermutlich von irgendeinem Aborigingal Wort! Ist auf jeden Fall eine sehr interessante Formation! Ein weiters Highlight hier in Australien!! 

Cheers!

 P.s.: Ich hab hier auch zum ersten Mal ein richtiges, ausgewachsenes rotes Riesenkänguru gesehen!! Hier auf der Farm wohnen mehrere davon: rote und graue, große (SEHR GROSSE!) und kleine! :D

Freitag, 09.09.2016

Hauptstadt seit 1927 - Canberra

Canberra. Hauptstadt Australiens seit 1927. Achtgrößte Stadt. Circa 350 000 Einwohner. Irgendwo im Nirgendwo.

Die Geschichte zu meinem Trip ist etwas verrückt, muss man sagen!

Also von vorn...

Lucy - my amazing hostmum - hatte mir zu Beginn meiner AuPair- Zeit quasi versprochen, einmal mit mir nach Canberra zu fahren und mir dort alles zu zeigen. Das war aber in der verbleibenden Zeit nicht mehr umsetzbar, weil meine hostparents viel beruflich wortwörtlich in der Welt unterwegs sein werden. Dann kam ihr die Idee: Mein kleiner hostbrother Hugh würde bald auf Klassenfahrt nach Canberra fahren - 3 Tage lang - und sie könnte fragen, ob ich als Begleiterin mitfahren könnte! Eine Kinderkrankenpflegerin darf bestimmt mitfahren, sagte Lucy ;) Nach einigem hin und her, stand dann fest, dass ich mit den Klassen 5 & 6 mit auf Klassenfahrt fahren würde! Überigens ist es hier Pflicht, einmal in der 5. oder 6.Klasse eine Expedition nach Canberra zu machen! Ich hatte mich extrem darauf gefreut!

Dann kam der Mittwoch an dem es losgehen sollte! Offiziell war ich Begleiterin der Klasse 5T! Also fuhr ich mit denen zusammen in einem Kleinbus, alle anderen in einem großen Coach! Da für mich kein normaler Platz mehr frei war, wurde ich Matt's (bus driver) Beifahrerin :) Dieser Bus hatte noch nicht mal eine Beifahrertür, es war also immer eine kleine Herausforderung für mich, aus dem Bus rauszukommen ;) 

Nach vier Stunden Busfahrt kamen wir in der Hauptstadt an. Sofort fiel mir die klare Architektur der Stadt auf, alles klar politisch ausgerichtet! Sofort stand der erste Punkt des Plan an: Das Old Parliament House mit dem Museum of Australian Democracy! Dort wurde uns erstmal die Entstehung Canberras - von einer Schaffarm zur Hauptstadt - näher erklärt, vor allem politsch. Sehr informativ! 

Zur Pausen-Überbrückung haben wir einen sogenannten Embassy-Drive gemacht. Rund um das Parlamentsgebäude findet man sehr viele Botschaft aller herren Länder. Das Besondere an den Embassies hier war, dass jede Einzelne immer ein bestimmtes Merkmal des eigenen Landes aufwies: Die Botschaft Kroatiens war gebaut wie ein altes kroatisches Schloss, die Finnische war ein klar strukturiertes Dunkelglas-Gebäude, das U.S.Amerikanische war einfach unproportional groß (fast doppelt so groß, wie jede andere) und gestaltet wie ein typisches amerikanisches Backsteinhaus, dekoriert mit ganz vielen Fähnchen, die chinesische war gestaltet wie ein chinesischer Palast, mit geschwungenen Dächern, die Niederländische hatte ganz viele Tulpen im Garten, die Kanadische hatte Ahornbäume im Vordergarten und die Ägyptische hatte eine Sphinx im Eingang. Von der Deutschen Botschaft war ich echt enttäuscht. Sie sah einfach nur aus, wie ein gelber 70er Jahre Bau! 

Weiter ging es im Australian Education Center, wo den kids erklärt wurde, wie das Wahlsystem funktioniert und sie konnten es spielerisch ausprobieren! Interessant fand ich dabei, dass jeder wahlberechtigte Australier die Pflicht hat zu wählen. Tut er das nicht, muss er eine recht hohe Strafe zahlen! Ich finde, das sollten wir auch in Deutschland einführen! Gerade in diesen Zeiten! :/

Dann fuhren wir erstmal in unser Camp Cottermouth, das wirklich im Nichts lag! Mitten Im Busch, im Westen von Canberra. Auf dem Gelände habe ich das erste Mal ein richtiges, echtes, und ECHT großes Känguru gesehen. Das war so groß wie ich!!! Ganz ehrlich? Mir sind Wallabies - die kleinen Kängurus lieber! 

Den Abend beschlossen wir im Questacon, einem Science- and technic museum - dort können Kinder alle Sachen ausprobieren und erfahren! Gegen einen Robotor Tischtennis spielen, eine Freifallrutsche runter rutschen oder lernen, wie sich ein Erdbeben anfühlt! Auch ich hatte dort mega Spaß, vor allem in der Geographischen Abteilung ;)

Tag 2 startete erstmal mit der "National Capital Exhibition", die sich auch mit der Geschichte - am Mehr der architektonischen Geschichte - Canberras beschäftigt. Das war mega interessant! Die hatten dort ein Modell von Canberra gebaut und konnten alles was sie erklärten immer direkt veranschaulichen! Top! Walter B. Griffin hatte schon echt gute Ideen, das muss man ihm lassen ;)

Weiter ging es zum National Museum of Australia, wo ungefähr alles ausgestellt war, was irgendwie mit Australien's Geschichte zu tun hat, von feuersicherer Ausrüstung über eine riesige Baggerschaufel neben einem echt coolen Oldtimer und alten Kleidern, irgendwelcher adeliger Frauen. Irgendwie ein typisches Museum! ;)

Der nächste Punkt war mit der Punkt, auf den ich mich am meisten gefreut hatte: Das Australian War Memorial mit Museum! Ein äußerlich sehr schlichtes graues Gebäude mit hohen Mauern und einer großen Kuppel in der Mitte, voller Geschichte. Es war eine Gedänkstätte für alle australischen Soladaten, die in allen Kriegen seit dem 1. WK für ihr Land gekämpft haben - egal ob überlebt oder gefallen. Alles war voller Symbolik. In dem großen Innenbereich findet man 2 Gänge, die jeweils mit Kupfertafen gestaltet sind, auf denen die Namen aller gefallenen Soladaten eingraviert sind. Über 90% dieser Menschen wurden nie wieder gefunden!! Verrückt wurde es für mich, als wir im Museum in eine Halle gingen, in der alte Kampfflugzeuge ausgestellt waren, weil ich rein zufällig eine Tafel an der Wand endekte. Eine Tafel in deutscher Sprache, zum Gedenken an die Möhntalsperre, die im 2. WK gesprengt wurde und so sehr viele Menschen getötet wurden! Das war irgendwie merkwürdig so etwas auf der anderen Seite der Welt zu sehen!

Anschließend haben wir beschlossen, den nächsten Punkt auszulassen und zurck ins Camp zu fahren, damit sich jeder etwas ausruhen kann, nach dem ganzen Input am Morgen!! Ich war echt müde, dachte mir aber, dass schlafen jetzt wohl unproduktiv wäre! Und ich sollte recht behalten! Ich hatte es mir gerade mit Sudoku in meinem Bett gemütlich gemacht, als Hugh's Klassenlehrerin auf einmal in mein Zimmer stürzte und meinte, ich soll bitte sofort kommen, ein Junge aus der 6. Klasse sei auf seien Arm gefallen und hätte jetzt starke Schmerzen! Mit FirstAidKid ausgerüstet kam ich zum Speisesaal, wo Jason wirklich schmerzverzerrt auf dem Stuhl saßen und alle Betreuer ein bisschen wie aufgescheuchte Hühner herum standen, was ich auch irgendwo verstehen kann. Mein halbweges foot-in-mouth geschultes Auge sagte mir, dass das eine dislozierte distale Radiusfraktur sein muss - also ein echt böser Armbruch! (Ich hatte übrigens tätsächlicht Recht! :D) Um es etwas besser zu verdeutlichen, Jason Arm hatte am Handgelenk wortwörtlich einen echten Dötsch! Zur Stabilisierung musste dann meine Spielesammlung herhalten :D! Jane - eine Lehrerin der 6. Klasse - und ich sind dann mit Jason ins nächste KH gefahren! So sollte ich also doch noch ein australisches Krankenhaus von innen sehen können ;)) ! Jason's Eltern wollten ihn in Sydney behandeln lassen, also wurde der Bruch nur richtig stabilisiert und - mein HIGHLIGHT OF THE DAY - ich dufte dabei helfen! OMG! Das war so ein gutes Gefühl und hat mich nochmal darin bestätigt, dass es die richtige Entscheidung für mich war, vor Weihnachten heim zu fliegen ;)) Gegen 0:30 Uhr waren wir dann wieder im Camp - ohne Jason, der im KH bleiben musste - und fielen einfach nur totmüde ins Bett, in dem Wissen dass es nach ein paar Stündchen Schlaf schon weiter in die Royal Australian Mint ging. 

Auch die offizielle australische Münzfabrik war ein Highlight für mich, mit der ganzen Entstehung der Währung -vom Design über den Testdruck zur Münze itself! Richtig krass finde ich den deutschen Roboter Titan, der 60 Münzen pro Sekunde (!!!) prägen kann! OMG! Total das Tier! Hier wurden auch 2000 die Olympischen Medallien hergestellt!

Weiter ging es in das eigentliche Parliamenthouse mit dem House of Representatives und House of Senat, die jeweils nach ihren Vorbildern - dem House of Commons und House of Lords in London - gestaltet worden sind! Ich könnte jetzt noch ewig davon erzählen, wie das mit Gesetzesanträgen funktioniert! Aber das würde eindeutig den Rahmen sprengen!

Es tut mir Leid, wenn ich zu sehr wie ein Touristen-Guid klinge, aber ich habe in Canberra so viel erlebt, dass ich es gar nicht alles aufschreiben konnte. Aber im Endeffekt mag ich Canberra wirklich, es ist nur extrem ruhig, wenn alle politischen offices geschlossen sind. Dann schläft auch die ganze Stadt, nach 6pm ist hier nichts mehr los :D! Aber auf jeden Fall eine sehr sympatische Stadt!

Cheers mates!

 

Sonntag, 04.09.2016

Kunterbunt

Heute war ich - mal wieder cool - mit Jojo unterwegs. Heute war Feiern angesagt :) ! Heute findet das Colorfest Sydney statt - praktisch ein Ableger des etwas bekannteren Holi Festival of Colours! Wir wollten uns vor Ort mit einigen anderen Leuten treffen- natürlich auch AuPairs von unserer Orga - , was durch Zufall immer mehrere wurden! Jojo und ich hatten absolut keinen Plan - ja das kann auch mir passieren - an welcher Bushaltestelle wir aussteigen mussten... und google maps fragen? NEEE... langweilig! ;)) EIn paar Haltestellen nach uns stieg eine Gruppe Asiaten in unserem Alter zu, alle mit weißen Shirts bekleidet! Ha! Den folgen wir! Das war der Plan! Der Plan war im Nachhinein etwas - vielleicht auch etwas mehr - lebensmüde! Wir sind nämlich zusammen mit den Asiaten eine Haltestelle zu spät ausgestiegen, was zur Folge hatte, dass wir eine insgesamt sechsspurige Hauptverkehrsstraße ohne jegliche Vorrichtung für Fußgänger zurück laufen mussten, uns ungefähr jedes Auto anhupte, unter dem Motto: " Was machen diese Vollidioten auf der Straße?!?!" Ein bisschen evil, aber ich dachte mir immer nur: Okay Katharina! Bevor es dich erwischt, sind die erstmal vor dir dran! (Wirklich nicht nette, echt böse Gedanken! Ich weiß! Sorry!) 

Irgendwann haben diese Typen dann auch noch diese Straße überquert! Wir dachten erst, dass sie zu dem kleinen Grünstreifen wollten, um von dem Standstreifen weg zu kommen, aber als das dann immer mehrere machten, wurde uns klar, dass wir auch auf die andere Straßenseite müssen! Wir haben noch drei andere Mädels gefragt, die auch sehr backpackermäßig aussahen - und sich kurze Zeit später herausstellte, dass eine davon auch in unserer WhatsApp-AuPair-Gruppe war. Lina. ;) - und die bestätigten unsere Vorahnung, mit GoogleMaps in der Hand! :/ Wir haben gewartet, bis die Straße einigermaßen frei war und sind dann etwas lebensmüde auf die andere Seite! Puh! Gut, dass Mama das nicht mitbekommen hat ;) :*

Am Eingang bekamen wir dann ein Armband und einen Beutel voll farbigem Maismehl, ich hatte gelbes Pulver :D! Und dann ging es auch los! Immer mehr Leute kamen auf dem Festivalgelände an, teilweise verkleidet, teilweise halb ENTkleidet, die meisten aber wie Jojo und Ich mit weißem Shirt und Shorts ;) Ein mega Spaß war das! Super Tag! Und zahlreiche neue Bekanntschaften :))

Danke an Jojo, Lina, Jill, Jane, Olivia, Laura, Denise und all die anderen, deren Name ich mir nicht merken konnte

Cheers mates!

Sonntag, 28.08.2016

keep HIKING forward...

"Lass dir immer etwas Platz im Herzen für das Unvorstellbare!" 

Dieses Sprichwort passt meiner Meinung nach zu 100% auf die Landschaft der Blue Mountains - unendliche Weiten, grüne Laubwälder und sehr interessante Felsformationen, überall wo man hinschaut! Die Endrücke, die ich dort bekam, kann ich kaum in Worte fassen!

Aber das Ganze von vorn...

Diese Woche habe ich - endlich! - das erste AuPair kennengelernt, dass auch mit meiner Organisation hier nach Sydney gekommen ist! Sie stellte sich als Jojovor, war 18 Jahre, kommt aus Hessen und macht eine kleine Auszeit nach ihrem Abitur, bevor sie mit dem Lehramtsstudium beginnen möchte. Sie wohnt bei Ihrer Gastfamilie in Clovelly. Das ist in der Nähe vom Bondi Beach, also eher in der Innenstadt. Sie ist super! 

Meine Hostmum hatte mir ein paar Tage zuvor angeboten, falls ich jemanden hätte, mit nach Black Head zu nehmen - wir wollten über das Wochenende hinfahren - und deshalb hab ich Jojo gefragt. Sie war begeistert und sagte sofort zu! Voller Abenteuerlust! So kam es, dass sie auch gleich mit zum großen Familiendinner zu Ehren von Sue's Geburtstag - Oma mütterlicherseits - am Freitagabend miteingeladen wurde und wir dann am Wochenende in den Norden von NSW fuhren. Ich habe ihr so viel wie möglich von diesem wunderschönen Ort gezeigt, wie es ging - wir sind auch nach Newcastle und Forster gefahren!

(wenn man mal ehrlich ist, sind die Australier ja nicht gerade kreativ in der Benenung ihrer Orte! Ich hätte nicht gedacht, dass man hier so viele kopierte Namen englischer Städte finden würde!) - und sie war genau so begeistert wie ich :-) ! All die Strände und kleinen Wäldchen...

Das Beste aber, was wir dieses Wochenende gemacht haben, war unser Spontan-Kanu-Trip im Forsterer Hafen! Wir sind nur so rumgeschländert und haben dann irgendwann diesen kleinen alten Fischerschuppen gesehen mit dem Werbeschild "1h 20$ - Rent a canoe!" und so haben wir uns spontan dazu entschlossen, unser Glück zu versuchen. Es war alles super, es sollte ein Kanu für eine Stunde sein, weil wir danach wieder zurück nach Black HEad fahren mussten! Doch als wir so auf unsere Paddel und Schwimmwesten gewartet haben, merkte ich dass irgendwas neben mir aufgetaucht war! Ich guckte nach links und da stand ein RIESIGER Pelikan neben mir, der ungefähr bis zu meiner Hüfte ragte! OMG! Der dachte ich hätte einen Fisch in der Hand und fing an mit seinem MEGAgroßen Schnabel nach uns zu schnappen! Ahh! Wir sind ganz schnell ins Kanu, schon beim Einsteigen fast gekentert und dann losgepaddelt - hat sich am Anfang etwas schwierig gestaltet. Keine von uns ist bisher mit einem Doppelpaddel gepaddelt, aber nach circa einer halben Stunde fast Kenterns haben wir einigermaßen einen Rhythmus gefunden! Tadaa!! :) Wir sind wieder trockenen Fußes an der Anlegestelle angekommen!

Es war ein echt schönes Wochenende in Black Head, aber wie immer viel, viel zu kurz! 

Und so verging wieder eine Woche bis dann - am folgenden Wochenende - der Blue Mountains-Trip mit drei anderen AuPairs meiner Organisation stattfinden sollte, die ich bisher nur über unsere WhatsApp Gruppe kannte. Am Samstag Abend sagte dann leider auch die Letzte ab und ich war echt enttäuscht, weil ich mich sehr darauf gefreut hatte. Als ich dann aber am nächsten Tag so durch die Innenstadt lief, dachte ich mir nur: "Warum soll ich mir diesen Trip eigentlich vermiesen lassen?" und stieg in den nächsten Zug nach Katoomba. Vier Stunden Zugfahrt und 1000 Höhenmeter später, kam ich in diesem kleinen Örtchen an, dem man sofort ansah, dass es hauptsächlich von Einnahmen der Blue-Mountains-Touristen lebt. Katoomba (aboriginal für "fallendes Wasser"!) - ein sehr gemütliches Städtchen mitten im "Hochland" vom New South Wales, zwischen Outback und Pazifischem Ozean. Drei Hauptstraßen gab es nur: Eine mit zahlreichen kleinen Geschäften aller Art, eine mit vielen Hotels und Pensionen und eine mit ganz normalen Häusern - irgendwo müssen die Leute ja schließlich wohnen, oder? 

Jedenfalls war es nicht weit zu Fuß bis zu dem berühmten Echo Point, von dem man aus die wohl berühmteste Felsformation New South Wales' sehen konnte: The Three Sisters! Weil ich aber irgendwo scheinbar falsch abgebogen war - Hmm ^^! - musste ich erstmal durch ein Stück Wald wandern - teilweise auch klettern, gefühlt jedenfalls! ;-) Aber als ich dann an dem bekannten Aussichtspunkt ankam war ich echt überwältigt! Solche unendlichen Weiten hatte ich noch nie zuvor gesehen! Es war einfach atemberaubend! Auch die Bilder können nur annähernd erahnen lassen, wie es sich anfühlt auf dieser Plattform zu stehen! Also falls das hier jemand liest, der irgendwann oder ganz bald nach Australien reist, schau dir auf jeden Fall die Blauen Berge an! WIRKLICH! Leider hatte ich nicht viel Zeit dort, weil ich schon 2h nach meiner Ankunft zurück fahren musste, damit ich noch nach Hause kam - 4h Zugfahrt + 1h20m Busfahrt! Es war ein sehr langer Tag, den ich aber nie vergessen werde!

 

Cheers mates!

Dienstag, 16.08.2016

Was man als AuPair in Sydney so alles erlebt!

Mittlerweile bin ich seit 7 Wochen bei Lucy's Familie, ich habe mich voll eingelebt, bin voll im Alltag integriert, die Kids gehen wieder zur Schule und ich versuche nebenbei so viele neue Leute kennen zu lernen und so viel von Sydney zu sehen wie es geht!

Mein Tag beginnt im 05:50 Uhr, wenn es heißt: Aufstehen! (Da hab' ich immer meine allerliebste Lieblingsschwester und ihre Weckmethoden im Ohr! :D) Zähne putzen! Frühstück machen (Natürlich Porridge with strawberries + bacon and eggs)! Kids wecken! Lucy packt die Lunchboxen und wir wurschteln uns irgendwie dadurch bis sie die Kids zur Schule bringt - 40 Minuten mit dem Auto -! Ich perfektioniere hier meine Rührei-, "Krawatten-binden"- und BügelKünste! Hin und wieder bring ich die Kids zur Schule oder hol sie ab! Mittlerweile liebe ich das Autofahren hier, ich bin echt gespannt, wie das wird, wenn ich wieder zu Hause bin! ;) 

Der Alltag hat sich eingeschlichen!

Aber so ein paar Highlights gab' es schon in den sieben Wochen, die ich jetzt hier bin! Zum Beispiel habe ich den Director des Police Department Sydney, sowie den Bürgermeister von Sydney kennengelernt, ich habe "Finding Dory" im Kino geschaut, Andre Rieu live gesehen, Lucy's Bruder James samt Familie, die in New York City leben, kennengelernt und war am weltberühmten Bondi Beach und habe das neue Harry Potter Buch gelesen! Vielleicht fragst du dich jetzt, wie das ein oder andere zu Stande kam?

Zum zweiten "Finding Dory" läuft hier sehr erfolgreich im Kino! Das erste Mal haben Maxine und ich uns den Film kurz nach der Premiere angeschaut und ich habe mir den mit Trin und Hubi nochmal im Blackhead angeschaut :D

Zum vierten Punkt: James, Elli (seine Frau), Sybille (10J.), Otto (7J.) und Hugo (4J.) verbringen ihre Sommerferien hier in Australien und besuchen alle Großeltern! Als wir bei "Poppy Frank" zu Besuch waren, haben wir uns dort kennengelernt! Eine super sympathische und nette Familie, wirklich! Und den Kids bin ich - laut Elli - in Erinnerung geblieben, weil es so cool gewesen wäre mit mir "The Game of Life" (MAMA!!! :D) zu spielen! Ja dieses Spiel gibts tatsächlich auch auf der anderen Seite er Erde, meine liebe Familie :D!

Zum dritten Punkt: Natürlich habe ich Andre Rieu nicht wirklich live gesehen! Aber am 30th July wurde sein Konzert aus Maastricht in ganz viele Kinos weltweit - angeblich - live übertragen (wenn es live gewesen wäre, hätten die mit dem Musik spielen um 5 Uhr morgens beginnen müssen! ;D)! und das war sooooo ein schcööönes Konzert!! :*

Zum letzen Punkt: Typisch Backpacker! Man ist irgendwo neu, fragt: "Hat jemand Lust was zu unternehmen?", viele, die auch neu dort sind sagen: "Klar doch!" ... und so verbringt man dann den ganzen Samstag mit Leuten, die man heute erst kennen gelernt hat an einem der berühmtesten Strände der Welt! :D Super einfach!

Zum ersten Punkt: Lucy und John sind sehr aktiv in einer Stiftung! Und um Spenden zu sammeln, hat diese Stiftung ein Mittagessen mit hochrangigen Gästen arrangiert! Lucy hat mich morgens sportan gefragt, ob ich Lust hätte als Volunteer zu helfen?... Ich hab natürlich sofort ja gesagt! Aufregend! Lucy im feinen Kostüm, ich in Jeans, dunkelblauen Shirt und Schwarzem Kardigan (ich glaub ich kam mir noch nie so underdressed vor! Aber so was scheint in australien, nicht sooo wichtig zu sein! :D)! Backpacker-Style! Ich wusste, dass der Lunch in einem Hotel in Sydney CBD stattfinden sollte! Aber dass das SO ein Hotel wäre, hätte ich mir nie ausgemalt! Wie man es aus Hollywoodfilmen kennt: Die riesige Eingangshalle hatte ganz viele Golelemente und war mit feinstem Mamorboden ausgeschmückt, Pagen waren mit ihren Kofferwägen unterwegs und ein hauseigener Schmuckladen, mit Ringen am 4000$ bot seine Dinge an! Das war der Hammer! Ich habe dann im Endeffekt, den Gästen ihre Tische zugewiesen und dann natürlich - dank der guten Connection :D-  auch an dem Lunch teilgenommen! Und in dem Zuge habe ich dann dem Bürgermeister die Hand geschüttelt und mit dem Director des Police Departments einen Plausch gehalten! ;)) und wieder connections geknüpft! Das war alles etwas unwirklich, sowas hatte ich zuvor noch nie gesehen oder erlebt!

Ach ja... Wir waren noch am Palm Beach! Dort habe ich wunderschöne Fotos gemacht, aber seht selbst!

Jo, das war es erstmal von mir! Bis bald!

Cheers, Mates

 

Samstag, 09.07.2016

Schwarzer Kopf?!

Ein bisschen entspannen, bevor die Schule wieder losging!

Donnerstag Abend sind wir mit gepackten Taschen die 3,5 Stunden bis nach Blackhead gefahren! Blackhead liegt irgendwo zwischen Newcastle und Port Macquarie nördlich von Sydney! Ein kleiner Ferienort, umgeben von Stränden und ... NICHTS! wirklich nichts! ;)

Bäume und Strand! Aber das reicht mir, wenn es so schön ist wie dort! ;)

Ich hatte mein eigenes Schlafzimmer mit einem großen ULTRA-MEGA bequemen Boxspringbett! Das hätte ich am liebsten in mein Backpack gepackt und mitgenommen :D!

Gefrühstückt haben wir auf der Terrasse, bei strahlendem Sonnenschein und Blick aufs Meer! Wunderschön! Natürlich gab es auch hier das typische Breakfast: Porridge mit strawberries und egg and bacon! ;) Typisch australisch oder eher typisch englisch ;)

Und hier habe ich auch das erste Mal Bekanntschaft mit Kookaburras gemacht! Kleine/mittelgroße Vögel, mit VIIIELEN Federn, die wahnsinnig gerne Bacon essen! Das heißt, die sitzen auf dem Balkongeländer, warten so lange bis man den Baco vom Grill auf den Teller legt und starten dann ihre Attacke! Aus "Bacon and Eggs" zum Frühstück wird dann ganz schnell "Eggs"!

Die ganzen Tage haben wir eigentlich nur damit zugebracht, am Strand zu spielen, Sandburgen zu bauen, Würfelspiele und Verstecken zu spielen :D

 

John kam dann samstags auf die Idee, ich könnte ja hier das Autofahren üben! Ich? Fahren auf der linken Seite? Alles spiegelverkehrt im Auto? Schon mit den Gedanken wieder in Bilgola, wo alle Straßen mindestens zweispurig sind! Ich hab' mir sämtliche Horrorszenarien ausgemahlt, wie ich sofort einen Unfall baue, weil ich nach dem Abbiegen auf die rechte Spur fahre, oder irgendwo in den Graben fahre! So ein bisschen (bisschen VIEL!!!) ist mir der Schweiß ausgebrochen! 

Im Nachhinein: UNBEGRÜNDET! Es lief doch deutlich einfacher, als gedacht! Ich bin nur bei der ersten Kreuzung einmal fast in den Gegenverkehr gefahren! Danach hatte ich den Dreh raus ;)

So konnte jeder nochmal entspannen, bevor der Schulstress wieder losgeht! Dass das Wecken am darauf folgenden Montag SO schwer werden würde, hätte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht gedacht...

Cheers, Mates :)

 

Sonntag, 03.07.2016

Kirribilli, Narrabeen, Bilgola, Avalon, Newport, Mosman,....

Da bin ich also wieder! Wieder zurück in dieser wunderschönen Stadt Sydney, in der es auch im australischen Winter selben kälter als 20°C wird!

Lucy und Ihre Familie wohnt in Sydney Northern Beaches/Bilgola,

was ca. 1,5h von der Innenstadt mit dem Bus entfernt ist! Wir haben ein Haus mit Meerblick,

eine Küche, von der man aus jeden Morgen die Sonne aufgehen sehen kann, ein kleiner Garten mit subtropischen Bäumen, einer großen Palme und einem Swimming Pool! Das ganze Untergeschoss gehört mir (Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad, kleine Küche) :D Vom 10-Bett-Dorm zur "eigenen" Wohnung in einer Woche smile

Lucy ist ungefähr so alt, wie meine Mama und macht gerade ihren Master in Psychologie. Ihr Mann John ist Geschäftsführer irgendeiner wohl großen Firma in Sydney CBD. "Flip" ist 12 Jahre alt und geht gerade das erste Jahr zur Highschool. "Hubi" ist 10 Jahre alt, träumt gern vor sich hin und redet unglaublich viel! wink Das ist meist sehr witzig! "Trin" ist 8 Jahre alt und spielt in Avalon im Mädchenfußball-Team! Das erinnert mich wieder an meine minder erfolgreiche Fußball-Karriere! :D

Lucy's Eltern wohnen in Kirribilli,

dem Stadtteil gegenüber vom berühmten Sydney Harbour! Ein super sympathisches Ehepaar! "Poppy Frank" mochte ich auf anhieb!

DIe ersten Wochen hatten alle drei Kids noch Winterferien! Deswegen haben wir einen Wochenend-Ausflug zum Beach House in Blackhead gemacht! ...

Kurz und knapp die ersten Infos!

Cheers

Samstag, 02.07.2016

Einmal die Ostküste hoch... und wieder zurück!

Die Zeit in Cairns verging wie im Fluge! 2 Wochen in einem der nördlichsten Orte in Australien... Die Entscheidung das Hostel zu wechseln war definitiv die Richtige!

Im Cairns Central YHA war es so anderes: Ruhig und Relaxed! Ich hab' dort super nette Leute kennengelernt! Sabrina aus Dortmund, die Ihre letzte Woche in Oz verbringt und dann nach einem Jahr des Austauschschüler-, AuPair- und Backpackerdaseins wieder nach Hause fliegt, Ryan (Kanada), der als Aushilfslehrer in Cairns arbeitet, Ali (Türkei), die gerade Ihren Kurs zur Tauchlehrerin beendet hat, Sven und Lars aus Schweden, die nur einen kurzen Zwischenstopp auf ihrem Weg nach Alice Springs gemacht haben und noch viele mehr! 

Cairns ist eine richtig gemütliche Stadt, mit ganz vielen kleinen Läden und kleinen Märkten, wo man alles mögliche kaufen kann - von einem Apfel über Souveniere bis zu Aboriginal Art - ! An gefühlt jeder Ecke gibt es Tauchschulen oder TravelShops, auch die Verkäufer sind - meist - super nett! Im großen Shopping Center gegenüber vom YHA findet man wirklich ALLES, was man braucht! Das Highlight von Cairns ist aber definitiv die große Esplanade Lagoone - praktisch ein öffentliches Freibad, das aber aussieht, wie ein riesiger, künstlicher Teich direkt am Meer! Das Problem an Cairns ist aber, dass es der ultimative Ferienort für Australier und Asiaten (!!!) (dazu noch später) ist, man aber nicht im Meer schwimmen gehen sollte, weil da überall nette Krokos wohnen (vor zwei Wochen erst, ist eine Frau, die die Warnung ignoriert hat, gefressen worden :O!!!) Deshalb hat man die Lagune gebaut!

Von Cairns aus kann man super Touren unternehmen, wie z.B. in die Atherton Tableland, Cape Tribulation oder auch zum Tully River in den Tablelands! White Water Rafting! Als ich die Broschüre gesehen habe, wusste ich, dass ich das umbedingt machen wollte! 2011 habe ich das schon einmal mit einer Freundin in Frankreich, in den Pyrinäen gemacht und das hat unglaublich viel Spaß gemacht! Also hab' ich den Trip für zwei Tage später gebucht!

Auf dem Weg zum Tully River - 2h Busfahrt - hab' ich Jack aus London kennengelernt, der ein GapYear macht, bevor er sein Politikstudium beginnt. Ein super netter und auch etwas durchgeknallter Typ smile ! Sorry Jack! ;) Wir haben uns gerade so unterhalten, was wir bisher alles so erlebt hatten und wie wir uns das Raften vorstellen, da kam unser Tourguid auf uns zu und sagte uns, es wären noch zwei Plätze für das EXTRE Raften frei! (Als ich den Trip gebucht hatte, hatte ich das auch überlegt, aber die Frau, die mir den Trip verkaufte, hat mir davon abgeraten - ihr Freund hätte sich dabei die Frontzähne ausgeschlagen!) Mein erster Gedanke war: NEIN NIEMALS! Jack war natürlich sofort Feuer und Flamme... da musste ich wieder an die Worte von Maxine denken: "No risk, no fun, Muna! Hinterher beißt du dir in deinen Ar***, wenn du das nicht gemacht hast!" Also hab' ich zugestimmt! Und auch das war DEFINITIV eine der besten Entscheidungen! Wir waren eine kleinere Crew (Paul - unser Guid, Wendy und Joh - Ehepaar aus Adelaide, Lesley - ein super sympathischer HolzfällerTyp aus Alaska, Sammy - PreSchoolTeacher aus Manchester, Jack et moi!) was das Boot schneller macht! WIr waren auch als Erste unterwegs! Wir sind über Felsen durch reißende Stromschnellen geraftet, Wasserfälle runter und unter Wasserfällen durch gefahren und immer irgendwie Action! Sei es auch einfach mal von Board zu springen und durch Stromschnellen zu "schwimmen" (Ich war dabei kurz vor meiner ersten Nahtoderfahrung! Weil das mit den Schwimmen und Luft holen bei drei riesen Stromschnellen mit Waschmaschinen-Effekt nicht mehr so gut klappt! :D) Aber am Ende, war es mit Abstand das Beste, was ich bisher in Aussie erlebt hatte!!!

 

Nachdem ich mein kleines persönliches Tief überwunden hatte wink, hab' ich überlegt, wie meine Reise weitergehen sollte... die eine Möglichkeit wäre gewesen, das ganze angesparte Geld "auf den Kopf zu hauen" (also so lange reisen bis nichts mehr übrig ist) oder das finanzielle Polster noch etwas auszubauen (ARBEITEN surprised!!) ! Natürlich - wie soll' man es auch anders erwarten - habe ich mich für zweiteres entschieden, Bewerbungen für Farm- und AuPair Jobs geschrieben und gewartet. Ganze 2 Tage gewartet!! [Ironie ;)] 

Nach zwei Tagen hat mich Jillian angerufen, der eine AuPair-Agentur in Sydney gehört. Sie hat ein bisschen mit mir geredet - das fand ich erstmal ganz schön creapy: mein erstes Telefonat auf ENGLISCH! WHAAAA! - und meinte dann am Ende, sie hätte eine passende Familie für mich! ... so wurde ich AuPair bei Lucy und Ihrer Familie, was hieß' mein Weg würde mich nach zwei Wochen wieder zurück nach Sydney führen...

Cheers, Mates

 

Donnerstag, 30.06.2016

Tropischer Regenwald, 30°C - das ist Cairns

Cairns - eine kleine Stadt in Far North Queensland, zwischen Ozean - in dem man nicht schwimmen darf, weil dort Krokodile wohnen! - und Tropischem Regenwald sollte der erste Stop meiner Reise durch Australien sein!

Montag um 8am ging mein Flieger von Sydney - 3 Stunden nördlich - nach Cairns!

Meine ersten nächste sollte ich im berühmt, berüchtigten Hostel Gilligans verbringen! Warum das Hostel den Ruf hat, das ultimative Partyhostel zu sein, war mir nach der ersten Nacht klar! Ich hab' in einem 8er Dorm geschlafen. Alle Menschen dort, haben sich nur darüber unterhalten, wer wann wo wieviel Alkohol kauft... wenn nicht das das Thema war, dann wie voll sie letzte Nacht waren! Jeder, der mich kennt, weiß was ich von dem Extrem-Beispiel halt!wink

 meine Nachbarn ... der Phantasie sei freien Lauf gelassen ;)

Dieses Hostel hat mich echt demoralisiert und ich hab mich nicht nur einmal gefragt, warum ich das alles hier mache! undecided 

Dienstag hab ich einen Daytrip in die Atherton Tablelands mit Trip durch den Regenwald gemacht!

Super Leute waren mit mir unterwegs! Wir waren an den Josephine Falls, natürlich bei den Milla Milla Falls,

haben Schnabeltiere im angrenzenden Fluss gesehen, und haben eine Tour durch noch einen ganz ursprünglichen Tropischen Regenwald an den Malanda Falls gemacht. Einen Tag lang hatte ich dauernd Déja-vus vom Erdkunde-LK (danke Herr Zenz smile) über den Aufbau eines Regenwaldes, die Flora und Fauna cool Das war echt cool, das alles einmal live zu sehen!

Mittwoch - 3.Tag in Cairns - sollte eigentlich mein Deep Sea Diving Course (Tauchkurs für das offene Meer) beginnen! Darauf habe ich mich echt wochenlang gefreut: Eine Lizenz zu bekommen, in jedem Meer selbstständig tauchen zu können und den Tauchschein am Grewat Barrier Reef zu machenlaughing!!! Jedenfalls - die Kurzversion - hat mir dann eine Ärztin, die u.a. auf Tauchmedizin spezialisiert ist, verboten bzw. deutlichst davon abgeraten den Tauchkurs fortzuführen, weil das bei einem Asthmaanfall lebensbedrohlich wird! Mein Tag und auch der Darauffolgende waren dann natürlich im Eimer! Ich glaub, ich war noch nie im meinem Leben so enttäuscht! Und dann telefoniert man mit der eigenen Mama und will bedauert werden, was sagt meine Mama? (Ich hab dich natürlich trotzdem lieb! ) "Ich find das eigentlich sogar gut! Dann muss ich mir nicht noch mehr Sorgen machen!" -_- Na ja...

Die Tauchsache und das Hostel war definitiv das erste und hoffentlich letzte emotionale Tief meiner Reise!

Eine kleine Entschädigung für den nicht gemachten Tauchkurs war der Schnorcheltrip am darauffolgenden Samstag!

Ich habe drei verschiedene Riffe sehen können! Der erste Moment im offenen Meer hatte ich erstmal total Probleme unter Wasser ruhig zu atmen... ich hatte dauernd das Gefühl, dass Meerwasser in meinem Schnorchel ist - voll merkwürdig! Nach einer gefühlten kleinen Ewigkeit hat es dann aber doch funktioniert und es war einfach überwältigend! Die Unterwasserwelt am GBR- unglaublich! Natürlich habe ich, als jemand, der Fan von "Findet Nemo" ist, auch Ausschau nach Anemonen und Clownfischen - Nemofischen- gehalten und am zweiten Riff hab ich tatsächlich zwei Exemplare sehen können! Genau genommen hab ich fast jede Art, die in "Findet Nemo" vertreten ist sehen können:Nemo, Marlin, Dory, Mr. Ray, Gill, Crush und Anchor! Außerdem noch soooo viele bunte Fische und bunte Pflanzen, einfach unglaublich!

Sonntags hatte ich dann beschlossen, mein Hostel zu wechseln und bin in Cairns Central YHA gezogen!

Alles weitere erzähl ich das nächste Mal!

Cheers, Mates

Freitag, 17.06.2016

Melaleuca Backpackers Port Stephens

Basecamp. Was stellt man sich darunter vor? Draußen campen, mitten in der Wildnis? Keine Infrastruktur? Irgendwo im Nirgendwo zu sein?

Ich hab' natürlich diverse Vorstellungen von einem "Basecamp" gehabt und habe mich echt sehr auf die 3 Tage in Port Stephens gefreut. Besonders auf das, was auf dem Plan stand, wie Sandboarding, Campfire, Dolphin watching...

Montag Morgen - sehr früh morgens - fuhren wir von Sydney aus nach Port Stephens. Fast 4 Stunden hat die Fahrt gedauert, obwohl das auf der Landkarte gar nicht sooo weit aussah. Aber das ist auch so ein Phänomen, das man hier in Oz relativ schnell raus hat: Wenn ein Aussie sagt: "Ist nich so weit!" darf man sich nicht wundern, wenn man einen halben Tag unterwegs ist ;) In Australien herrschen halt andere Maßstäbe ;)

Port Stephens ist ein kleiner Ort in der Nähe von Nelson Bay und Anna Bay, direkt am Ozean, direkt im Tomaree Nationalpark! Also Natur pur!

Unsere Unterkunft hieß "Melaleuca Backpackers"! Melaleuca? Komischer Name! Michelle (die Besitzerin) hat uns erklärt, dass in der Umgebung ganz viele Melaleuca Bäume wachsen! Melaleuca ist eine Eukalyptus-Art! Das hat man auch auf dem ganzen Gelände gerochen ;) 

Das "Hostel" war jedenfalls sehr basic! Alles fand man in seperaten Hütten! Ich fand das mega cool! "Cool" war nachts aber auch echt Programm! Tagsüber konnte man echt in Sommerklamotten rumlaufen, aber sobald die Sonne untergegangen war, wurde es SOOOOO kalt!!! Selbst mit Top, T-Shirt, Sweatshirtjacke, Pullover und Softshell-Jacke war es noch zu kalt! Das eigentliche "Problem" aber war, dass die Hütten offen waren - also wie Lamellen-Türen, d.h. so kalt wie es draußen war, war es auch in der Hütte! Ich hab mich des nachts ein bisschen wie ein Schmetterling in seinem Kokon gefühlt! OMG! surprised Irgendwie konnte man es aushalten ;)

Am ersten Abend haben wir ein Lagerfeuer am Strand gemacht. Ohne künstliche Lichtquellen konnte ich so unglaublich viele Sterne auf einmal sehen. Das war echt überwältigend! Und natürlich gehört zu einem richtigen Lagerfeuer auch Geschichten und eine Gitarre! Geschichten gab es zu hauf, aber eine Gitarre? Natürlich hatte ich meine Ukulele mit :) Das hat echt Spaß gemacht! tongue-out

Donnerstags sind wir gefühlt mitten in der Nacht aufgestanden und haben und den Sonnenaufgang am Nelson Bay angeschaut:

natürlich gibt es auch in Port Stephens so verrückte Menschen, die schon um halb sieben morgens im Meer surfen gehen! Warum auch nicht?! Wir saßen alle da, in zig Klamotten gehüllt und diese Typen schmeißen sich in die Wellen! surprised Na ja... Spaß macht das bestimmt ;)

Nach dem Frühstück sind wir mit 4 wheel cars (Landrover) ein Stück weiter zu riesigen Sanddünen "quer Feld ein" gefahren! Das hat so unglaublich viel Spaß gemacht, OMG! Und dann standen wir auf dieser riesen Sanddüne - mitten in einem Aboriginalreservat -, jeder ein Board in der Hand und dann hieß es: "SANDBOARDING!" - also mit einem kleinen Plastikboard, wo man gerade so drauf sitzen kann, geschätzte 20-30 Meter in einem Winkel von ca. 40° eine Sanddüne runter...brettern! Das war das erste Hightlight meiner Reise (bis auf das eine Mal, wo irgendjemand vor mir mitten in der Bahn eine Hake geschlagen hat und ich dementsprechend aufhalber Strecke die Balance verloren habe und mich echt überschlagen habe! Das tat echt weh! frown)!!!

Abends konnten wir Bekanntschaft mit dem australischen WildLife machen! Michelle's Nachbar Steve kam mit seinen ganzen Exemplaren von Echsen, Fröschen und .... Schlangen vorbei! Arrrgh! Das waren mördergroße Schlagen! surprised Ich hab sie mir dann von draußen, ganz weit weg angeschaut! Mit dieser Echse - "Otto" - hab ich mich anfreunden können:

Am Freitag, dem letzten Tag in Port Stephens, haben wir eine Bootstour durch das Nelson Bay gemacht. Ziel war es Delfine zu sehen und OMG! Da waren ganze Delfin-Rudel unterwegs... vermutlich auf der Jagd! Leider haben sie sich nie so lange gezeigt, dass man sie fotografieren hätte können...

Jo... Freitag Abend sind wir dann mit dem ÖPNV (wink Annika) zurück nach Sydney gefahren und haben das ganze Wochenende nur chillige Sachen unternommen! Freitag Abend in der Hostel eigenen Bar feiern... Samstag "Finding Dory" im Kino geschaut... Sonntags - eigentlich ein Beachwalk geplant- sind wir spontan Bowlen - am Darling Harbour - gegangen ;) so much fun!!!

Morgen beginnt unser richtiges Abenteuer! Wir verstreuen uns in alle Richtungen, jeder beginnt seine Reise. 

 

You have been such an amazing group, hope to see you guys somewhere on the east coast again! Cheers, Mates!

Dienstag, 14.06.2016

meine erste Begegnung mit Goon und viele "UltimateMomente" ...

UltimateWeek! Das stand als großeÜberschrift dieser Woche fest - dem entsprechend hohe Erwartungen hatte ich auch :-) 

Montag Morgen - getreu dem Motto: Erst die Pflicht, dann das Vergnügen - starteten wir erstmal mit einer Infosession über alles, was man über Work&Travel in Australien wissen sollte. Von "Wie schreibe ich eine Bewerbung?" über "Wie kommt man von A nach B?" bis "Was kann man hier alles erleben?". Danach haben wir uns - meine neuen "Mates" (Def.: Leute, die dich ein kleines oder größeres Stück deiner Reise begleiten) und ich - Sydney angeschaut. Dan, unser TourGuide - 28 Jahre, Engländer, das 2. Jahr in Oz - konnte uns natürlich auch ein paar Insider Tips geben, wo man günstig Verpflegung bekommt oder wo man gut feiern gehen kann. 

Am darauf folgenden Tag - an einem sonnigen Dienstag - haben wir eine Harbour Cruise unternommen. Mit einem schnuckeligen, kleinen Katamarran - groß genug für 15 Personen - durch den Hafen von Sydney  zu fahren, Musik zu hören und ein BBQ on Board zu genießen, war genau das Richtige für diesen Tag. Genau der Meinung blieb ich - bis zu dem Zeitpunkt, als ein paar Jungs unserer Gruppe meinten vom Dach ins Wasser diven zu wollen. Ok, von Vorn! Wir lagen gerade mit unserem Boot in einer schönen, ruhigen Bucht - bei strahlendem Sonnenschein und türkisblaubem Wasser - da meinten diese Adrenalinjunkies in das - mit Verlaub - ARSCHKALTE WASSER springen zu wollen. Über die Reling zu springen ist ja eine Sache, aber vom Dach - also ca. 3-4m Höhe - ist das schon was Anderes! Nach gefühlten 100 Anläufen hab ich mich dann doch meinen inneren Schweinehund überwinden können zu springen! Ich konnte noch nicht mal denken "Wärst du bloß oben stehen geblieben!!!", sooo kalt war das Wasser - Zitat Titanic: "Das fühlt sich an wie 1000 Nadelstiche auf einmal!" - das kam ganz nah dran! Ich war so ein bisschen schockgefroren! Puhh... das war was ;)

Abends hatte ich mit Jessica - 25 Jahre, AuPair aus Miami - für eine VIVID Bootstour verabredet. VIVID - für die Leute, die es nicht kennen - ist ein Lichfestival, bei dem verschiedene Sehenswürdigkeiten mit abstrakten, künstlerischen Mustern angestrahlt werden, oder Lichakrobatik gezeigt wird... Nach üblichem australischen Organisationschaos haben wir es dann doch irgenwann auf das Schiff geschafft und einen tollen Abend zusammen verbracht! 

Am meisten hatte ich mich diese Woche aber auf das Basecamp im Port Stephens gefreut. Port Stehens liegt in der Nähe von Nelson Bay, ca. 3h nördlich von Sydney, irgendwo im Niergendwo! Was ich dort alles erlebt habe, erzähle ich euch das nächste Mal! Es hat auf jeden Fall mega viel Spaß gemacht!!!! :)

Cheers, Mates

Mittwoch, 08.06.2016

auf geht's ins Land der Didgeridoos, Kängurus und Bumerange

8. Juni 2016

Acht Jahre habe ich davon geredet: "Irgendwann will ich mal nach Australien!" Zu der Zeit war der Gedanke aber noch so abstrakt, dass ich nie genauer darüber nachdacht habe. Das erste Mal, dass ich diese Idee wieder aufgegriffen hatte, war kurz vor Ende meiner Ausbildung, als die Frage aufkam: "Was machst du danach?"

Nach einigen Überlegungen und Recherchen stand für mich fest: Entweder ich gehe nach Zürich - den Karriereweg - oder ich bleibe noch eine Zeit in Köln, kündige dann irgendwann und gehe nach Australien!

Ich hab mich - natürlich - für die zweite Option entschieden, 10 Monate in der Kinderklinik in Köln gearbeitet, super Leute kennenlernen dürfen... und im März diesen Jahres hab' ich meine Kündigung eingereicht... 

Und wups! Da war der 6. Juni schon da! Der Tag an dem mich Flug EK048 und Flug EK412 nach Down Under bringen sollten... 17.000km von zu Hause weg... auf die andere Seite der Erde!

  

Fast 24 Stunden hat die Reise von Frankfurt über Dubai nach Sydney gedauert! Morgens um 6:00 Uhr bin ich in Sydney Kingsford Smith gelandet - ein kleiner Traum war dort schon in Erfüllung gegangen: EInmal im Leben mit einem Airbus A380 zu fliegen! Check! 

Ich lief erstmal total planlos durch den Flughafen auf der Suche nach dem Meeting Point, wo mir gesagt wurde, dass mich das Airport Shuttle abholen würde. Ich weiß nicht, ob es an meinen Rucksäcken oder meiner planlosen Mimik gelegen hat, es hat keine 2 Minuten gedauert, dass mich ein Aussie angesprochen hat und mir Hilfe angeboten hat! Meine ersten Begegnungen haben alle Dinge, die ich bisher über Australier gehört habe, vollkommen bestätigt! Freundlichkeit, Zusammenhalt, Offenheit und Hilfsbereitschaft werden hier sehr groß geschrieben!

Meine erste Zeit verbrachte ich im WakeUp! Hostel in Sydney - direkt an der Central Station, mitten im Central Business District, zentraler ging es fast gar nicht! Ein paar Horrorgeschichten hatte ich mir zu Hause schon ausgemalt, wie es wäre in einem 10er Dorm (10-Bett-Schlafsaal) zu wohnen! Aber genau das Gegenteil hat sich ergeben: "Hey, how you're doing?", "Hey mate, how're you?" hört man von jedem als erstes... man wird sofort in die Mitte der Backpacker aufgenommen! Man wohnt mit Leuten aus aller Welt zusammen - Bachirou aus dem Senegal, Jessi aus Schottland, Alex aus England, Amir aus Ägypten, Liam aus Kanada, Ethan aus Südafrika und Hailey aus Wales - und trotzdem verbindet und eins: AUSTRALIEN! Jeder kann einem Tipps oder Erfahrungen mitgeben, die man irgenwann brauchen kann! Super Sache, echt! 

Nächste Woche startet meine SocialWeek mit UltimateOz! Dann lerne ich meine neuen Mates kennen. Wir erkunden Sydeny und unternehmen viele coole Dinge.... Berichte folgen cool

Cheers, Mates